Saudi Aramco verhandelt individuelle Rohölquoten für September mit Asien
2026-08-14 09:04
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de.wedoany.com-Bericht: Bis zum 13. August bearbeitet Saudi Aramco die Rohölquoten für September für einen Teil seiner langfristigen asiatischen Kunden in Einzelverhandlungen, da die Schifffahrt durch die Straße von Hormus und das Rote Meer behindert wird. Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen erklärten, diese Vorgehensweise weiche vom üblichen einheitlichen monatlichen Quotenbestätigungsverfahren des Unternehmens ab.

Nach dem regulären Verfahren reichen langfristige Kunden nach der Veröffentlichung der offiziellen Verkaufspreise zu Monatsbeginn ihre Verladeanfragen ein, und das Unternehmen informiert die Kunden in der Regel um den 10. eines jeden Monats über die endgültigen Quoten. Vier chinesische Käufer haben diese Woche noch keine Quotenmitteilung für September erhalten, zwei von ihnen verhandeln derzeit individuell mit Saudi Aramco über die Verlademengen.

Eine indische Raffineriegesellschaft hat ihre volle Quote erhalten, doch aufgrund der Unsicherheiten bei der Tankerverfügbarkeit und den Verladehafenplanungen kann die betreffende Menge noch nicht als endgültig abholbare Menge betrachtet werden. Saudi-arabisches Rohöl wird üblicherweise auf FOB-Basis verkauft, wobei die Käufer die Schiffe selbst organisieren müssen; derzeit ist die Zahl der Reeder, die bereit sind, in der Straße von Hormus oder im Roten Meer an den wichtigsten saudischen Exporthäfen zu laden, begrenzt.

Saudi Aramco hatte zuvor den offiziellen Verkaufspreis für arabisches Leichtöl für September nach Asien auf einen Abschlag von 2 US-Dollar pro Barrel gegenüber dem Durchschnitt von Oman-Dubai gesenkt, den niedrigsten Stand seit Juni 2020. Die Preissenkung konnte die Lieferrisiken durch Schiffsplanung, Routensicherheit und Transportkosten jedoch nicht beseitigen.

Die saudische Seite bietet den Kunden zudem alternative Ladungen an, die im ägyptischen Hafen Sidi Kerir an der Mittelmeerküste verladen werden, doch die Umleitung verlängert die Fahrtstrecke zu den asiatischen Raffinerien und erhöht die Frachtkosten, weshalb die Bereitschaft asiatischer Käufer zur Abnahme begrenzt ist. Laut Kpler-Daten exportierte Saudi-Arabien 2025 durchschnittlich etwa 4,9 Millionen Barrel Rohöl pro Tag nach Asien; im Juli 2026 ist die entsprechende Verlademenge auf weniger als 3 Millionen Barrel pro Tag gesunken.

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