de.wedoany.com-Bericht: Die Stadt Novi Sad in Serbien treibt die Entwicklung der geothermischen Wärmeversorgung im Stadtteil Miseluk voran. Dort ist der Bau einer Geothermieanlage mit 30 Megawatt geplant, wobei 2027 oder 2028 eine erste Startphase mit 11 Megawatt in Betrieb gehen soll. Der Bürgermeister von Novi Sad, Zarko Mićin, erklärte, dass das für das Projekt zuständige Fernwärmeunternehmen des Bezirks Novi Sad (Central de Calefacción del Distrito de Novi Sad) die geologischen Untersuchungen abgeschlossen und den ersten Erkundungsbrunnen gebohrt habe. Derzeit werde der zweite Brunnen gebohrt, und die Wärmeverteilungsnetze in den Zonen 3 und 4 von Miseluk seien vollständig errichtet.

Gemäß dem nationalen Energie- und Klimaplan Serbiens hat sich das Land zum Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 von 26,3 % auf mindestens 33,6 % zu erhöhen. Schätzungen zufolge beträgt das gesamte geothermische Potenzial Serbiens etwa 800 Megawatt, wobei Geothermie als wichtiger Bestandteil zur Erreichung dieses Ziels angesehen wird.
Das Projekt ist Teil der Initiative „Geothermie Serbien“, die vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (PNUD) durchgeführt wird, finanzielle Unterstützung von der slowakischen Regierung erhält und in Zusammenarbeit mit dem serbischen Umweltministerium sowie dem Ministerium für Bergbau und Energie umgesetzt wird. Das Finanzministerium der Slowakischen Republik hat für diese Initiative mehr als 200.000 US-Dollar bereitgestellt.
Der Botschafter der Slowakischen Republik in Serbien, Michal Pavúk, erklärte, dass der Energiesektor ein Eckpfeiler der engen Beziehungen zwischen der Slowakei und Serbien sei. Beide Länder entwickelten im Bereich der erneuerbaren Energien gemeinsam verschiedene Energiequellen, darunter Abfallbiomasse, Solarenergie und Geothermie. Er wies darauf hin, dass die enge Zusammenarbeit zwischen der Slowakei und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen bei Projekten in diesem Bereich bereits Ergebnisse gezeitigt habe, wodurch die von der slowakischen Regierung bereitgestellten Mittel effizient genutzt würden.
Der Ständige Vertreter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen in Serbien, Yakup Beris, erklärte, das Ziel der Initiative sei es, Bedingungen zu schaffen, unter denen Geothermie in Serbien breite Anwendung finden könne. Das in Miseluk umgesetzte Projekt werde zu einem Vorbild, an dem sich andere Städte Serbiens orientieren könnten, um auf nachhaltigere und widerstandsfähigere Energiesysteme umzusteigen und sie mit den nationalen Klimazielen sowie dem europäischen Grünen Deal in Einklang zu bringen.





















