South32 wählt Jameson-Flotationsverfahren für Hermosa in den USA – Energieverbrauch sinkt um rund 30 %

2026-08-17 13:50
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de.wedoany.com-Bericht: South32 hat für sein kritische-Mineralien-Projekt Hermosa im US-Bundesstaat Arizona die Jameson-Concentrator-Flotations-technologie von Glencore Technology ausgewählt. Dank der kompakten Bauweise und hohen Energieeffizienz dieser Ausrüstung soll auf begrenztem Werksgelände eine auf Automatisierung und Fernbetrieb ausgelegte Verarbeitungsanlage entstehen.

Für die Mine der Zukunft konzipiert: Warum South32 den Jameson Concentrator für Hermosa ausgewählt hat

Hermosa ist ein Projekt für kritische Mineralien, dessen Hauptprodukte Zink, Mangan und Silber sind – Metalle, die als wichtige Rohstoffe für die Energiewende gelten. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Produktionsleistung zu maximieren und die Umweltauswirkungen zu minimieren. Die kompakte Bauweise des Jameson Concentrators war daher ein entscheidender Faktor bei der Auswahl.

Aufgrund der begrenzten Oberflächenfläche benötigt die Flotationsschaltung mit dem Jameson Concentrator nur 11 Jameson Cells, während ein konventionelles Konzept etwa 22 Flotationszellen erfordert. Die Grundfläche der ersteren beträgt etwa 60 % der letzteren. Glencore Technology prognostiziert, dass diese Konfiguration im Vergleich zu einer herkömmlichen Zellen-Flotationsschaltung den Energieverbrauch um rund 30 % senken kann, was auch zu geringeren Betriebskosten und niedrigeren CO₂-Emissionen führt.

Automatisierung und Fernbetriebsfähigkeit waren weitere Überlegungen. Die Verarbeitungsanlage in Hermosa wird vom Betriebszentrum Centro in der nahegelegenen Stadt Nogales aus ferngesteuert, das South32 dort eingerichtet hat. Scott Martin, Vertriebsleiter Amerika bei Glencore Technology, erklärte, dass bei der Konzeption einer Mine für Automatisierung und Fernbetrieb schnelle Prozessrückmeldungen und zuverlässige Daten von entscheidender Bedeutung seien. Die Verweilzeit des Jameson Concentrators beträgt nur 5 bis 10 Minuten, während eine herkömmliche Flotationsschaltung 40 bis 60 Minuten benötigt. So können die Bediener die Auswirkungen von Prozessänderungen schneller erkennen, was die Grundlage für häufigere Regelungseingriffe, fortschrittliche Prozesssteuerung und künftige KI-gestützte Betriebsführung bildet.

Die betriebliche Flexibilität beeinflusste die Entscheidung von South32 ebenfalls. Martin erläuterte, dass die Jameson Cell den Bedienern vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten biete: Wenn sich die Erzeigenschaften ändern, könne eine einzelne Flotationszelle anderen Aufgaben zugewiesen werden, ohne dass die Schaltung größeren Umbauten unterzogen werden müsse. Durch den Wechsel der Flotationszellen zwischen Rougher- und Cleaner-Betrieb könne die Schaltung über die jahrzehntelange Lebensdauer der Mine kontinuierlich an die sich ändernden Aufgabeeigenschaften angepasst werden.

Die geringere Grundfläche, der niedrigere Energieverbrauch, die Automatisierungsbereitschaft und die betriebliche Flexibilität machen den Jameson Concentrator zu einer passenden Lösung für die langfristige Planung von Hermosa. Das Projekt zeigt in gewisser Weise, wie zukünftige Minen gestaltet und betrieben werden können. Die Entscheidung von South32 verdeutlicht zudem, dass die nächste Generation mineralverarbeitender Technologien neben der Ausbeute auch einen intelligenteren, einfacheren und nachhaltigeren Betrieb berücksichtigen muss.

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