In Heerlen, Niederlande, wurde ein neuer 634 Meter tiefer Brunnen für das Grubenwasser-Wärmenetz gebohrt

2026-08-19 14:57
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de.wedoany.com-Bericht: In Heerlen (Niederlande) wurde ein neuer tiefer Grubenwasserbrunnen gebohrt, um die Kapazität des Mijnwater-Wärmenetzes zur Versorgung der Region Parkstad zu erweitern. Der neue Brunnen befindet sich an der Terhoevenderweg und erreicht eine Bohrtiefe von 634 Metern, mit dem Ziel, einen alten Grubenbau mit thermalem Grundwasser zu erschließen.

Das Mijnwater-Projekt begann im Jahr 2004 mit der Idee, Grundwasser aus stillgelegten Bergwerken in der Provinz Limburg zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden in der Region Parkstad zu nutzen. Ursprünglich wurden in Heerlen fünf Brunnen und das dazugehörige Rohrleitungssystem errichtet; 2008 ging das erste Grubenwasser-Heizwerk im Stadtteil Heerlerheide in Betrieb. Seitdem hat Mijnwater aufgrund des kontinuierlich steigenden Wärmebedarfs immer wieder neue Brunnen gebohrt, um die Netzkapazität und Versorgungsleistung zu erweitern.

Derzeit verfügt Mijnwater über insgesamt sechs Brunnen, davon drei Warmwasserbrunnen und drei Kaltwasserbrunnen. Der nun an der Terhoevenderweg gebohrte Brunnen wird die vierte Wärmequelle für das Heiznetz. Die Wassertemperatur des aus diesem Brunnen erschlossenen Grubenwassers beträgt etwa 28 °C, und es können stündlich 240 Kubikmeter gefördert werden. Dieser Brunnen gehört zur ehemaligen Zeche Oranje-Nassau III, die einst das tiefste Bergwerk der Oranje-Nassau-Gruben war.

Neben den Niederlanden gibt es auch in Großbritannien mehrere großflächig betriebene Grubenwasser-Wärmesysteme. Berichten zufolge wurden in Polen und Deutschland erste Erschließungsarbeiten durchgeführt. Für Regionen mit einer reichen Kohlebergbaugeschichte bleibt die Grubenwasser-Wärmenutzung eine attraktive Entwicklungsoption, da sie erneuerbare Energie durch die Nutzung zahlreicher möglicherweise stillgelegter Bergbauinfrastrukturen bereitstellen kann.

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