US-Energieunternehmen WE Energies unterzeichnet 20-jährigen Stromabnahmevertrag für Kernenergie

2026-08-20 14:30
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de.wedoany.com-Bericht: Am 19. August unterzeichnete das US-amerikanische Versorgungsunternehmen WE Energies einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit NextEra Energy Resources, um weiterhin 86 % der Stromerzeugung des Kernkraftwerks Point Beach zu beziehen. Der Vertrag bedarf noch der Genehmigung durch die Public Service Commission of Wisconsin und ist derzeit noch nicht in Kraft.

Der Preis, die Strombezugsmenge und das konkrete Inkrafttretensdatum des neuen Vertrags wurden noch nicht veröffentlicht. Der bestehende Vertrag von WE Energies läuft spätestens 2033 aus. Das Unternehmen gab an, dass die Brennstoffkosten nach Inkrafttreten des neuen Vertrags unter denen der bestehenden Vereinbarung liegen werden. Die Public Service Commission of Wisconsin wird sich insbesondere mit der tatsächlichen Ersparnis und deren Auswirkungen auf die Stromtarife für Verbraucher befassen.

Im Rahmen des bestehenden Vertrags bezieht WE Energies jährlich etwa 1033 Megawatt Strom aus dem Kernkraftwerk Point Beach, wobei der Strompreis jährlich um über 7 % steigt. Die Public Service Commission of Wisconsin hatte das Unternehmen im Jahr 2019 aufgefordert, gemeinsam mit Verbraucherorganisationen Alternativen zum bestehenden Stromabnahmevertrag zu prüfen.

Das Kernkraftwerk Point Beach wird von NextEra Energy Resources betrieben. Die beiden Blöcke verfügen über eine Gesamtleistung von 1182 Megawatt und sind das derzeit einzige in Betrieb befindliche Kernkraftwerk in Wisconsin. Die US-amerikanische Nuclear Regulatory Commission hat die Betriebsgenehmigungen für Block 1 und Block 2 bis 2050 bzw. 2053 verlängert, was die regulatorische Grundlage für die Abdeckung des neuen Stromabnahmevertrags bis in die 2050er-Jahre schafft.

Neben WE Energies hat auch das öffentliche Energieversorgungsunternehmen WPPI Energy eine weitere langfristige Vereinbarung unterzeichnet, um weiterhin 168 Megawatt Strom aus diesem Kernkraftwerk bis in die 2050er-Jahre zu beziehen. Die Regulierungsbehörden von Wisconsin gehen davon aus, dass der Spitzenstrombedarf des Bundesstaates in den nächsten fünf Jahren um etwa 40 % steigen wird, wobei die zusätzliche Nachfrage hauptsächlich auf mehrere große Rechenzentrumsprojekte zurückzuführen ist.

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