Ehemalige KKK-Halle in Fort Worth wird zu 35.000 Quadratfuß großem Kunst- und Gemeindezentrum umgebaut

2026-08-22 13:49
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de.wedoany.com-Bericht: Die gemeinnützige Organisation Transform 1012 N. Main Street hat kürzlich einen Umbauentwurf in Fort Worth, Texas, vorgestellt: Ein historisches Gebäude, das einst als Versammlungshalle des Ku-Klux-Klan diente, soll in ein 35.000 Quadratfuß großes Kunst- und Gemeindezentrum umgewandelt werden. Das Gelände liegt am Rand des historischen Northside-Viertels der Stadt.

Das Designteam des Projekts wird von Germane Barnes von Studio Barnes und Dennis Chiessa von ch_studio geleitet, die das Projekt seit 2023 betreuen. GFF stieß im Juli 2025 zum Team und fungiert als Architekt des Records (architect of record); deren Präsidentin und Chief Practice Officer ist Maria Gomez. Die Landschaftsarchitektin Ujijji Davis Williams von JIMA Studio ist für die Außengestaltung verantwortlich.

Visualisierung des Eingangsgartens im bestehenden Rahmen (Blick aus südöstlicher Richtung)

Das als „Klavern No. 101 Auditorium“ bezeichnete Gebäude wurde zwischen 1915 und 1940 errichtet und ist eines von über 2.000 Klan-Hallen, die in dieser Zeit in den gesamten USA gebaut wurden – von Corpus Christi bis hinauf nach Fairbanks, Alaska. In Fort Worth diente es dazu, die überwiegend lateinamerikanische Bevölkerung des Northside-Viertels einzuschüchtern.

Der Ku-Klux-Klan nutzte das Gebäude ab 1927 nicht mehr. Danach diente es als Lagerhaus eines Kaufhauses, als Box- und Konzertstätte sowie als Standort der Ellis Pecan Company, bis es 2021 von Transform 1012 erworben wurde.

Der Umbauplan sieht vor, die bestehende Backsteinfassade weitgehend zu erhalten, während im Inneren neue Strukturen eingefügt und neue Öffnungen in den historischen Mauern geschaffen werden. Teile der alten Fassade bleiben sichtbar, und eine öffentliche Durchwegung wird das Gelände durchqueren.

Visualisierung der Lobby im Erdgeschoss und der Galerie im zweiten Obergeschoss

Das Kunstzentrum wird ein Theater mit 250 Plätzen, einen Atelierraum, Klassenzimmer, eine interreligiöse Kapelle, ein Café und ein Freilicht-Amphitheater umfassen. In den oberen Etagen werden Proberäume, eine Galerie sowie Büros für die Mitgliedsorganisationen des Bündnisses untergebracht.

Visualisierung des Freilicht-Amphitheaters

Der Entwurf stammt aus einem Verfahren, das Transform 1012 als „Redesigning the Design Competition“ bezeichnet. Bei diesem Wettbewerb wurden die Unternehmen aufgefordert, Werteerklärungen statt standardmäßiger Qualifikationsunterlagen einzureichen; 27 Teams bewarben sich, vier Finalisten reichten Entwürfe ein, und Barnes und Chiessa wurden 2023 ausgewählt.

Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2027 beginnen, und die Eröffnung des Zentrums ist für den Winter 2028 geplant.

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