Chinesische und brasilianische Luftfahrtbehörden führen Gespräche in Peking über die Ausweitung der Direktflugfrequenzen

2026-08-26 10:33
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de.wedoany.com-Bericht: Am 25. August traf Song Zhiyong, Direktor der Zivilen Luftfahrtbehörde Chinas (CAAC), in Peking mit Tomé Franca, dem brasilianischen Minister für Häfen und Flughäfen, zusammen. Beide Seiten tauschten sich eingehend über die Verbesserung der luftverkehrstechnischen Konnektivität zwischen China und Brasilien, die Intensivierung der Pilotenausbildung, die Anwendung neuer Technologien in der Zivilluftfahrt sowie die Zusammenarbeit bei Flughafenbau und -betrieb aus. Franca schlug in dem Gespräch vor, die Möglichkeit einer weiteren Erhöhung der Flugfrequenzen zwischen beiden Ländern zu prüfen.

Derzeit gibt es noch keine kommerziellen Nonstop-Passagierflüge zwischen China und Brasilien. Im Bereich der Linienflüge betreibt lediglich Air China die Strecke Peking–Madrid–São Paulo (CA897/898) mit Zwischenstopp, die mit dem Großraumflugzeug Boeing 787-9 durchgeführt wird und insgesamt etwa 24 bis 25 Stunden dauert. Diese Route wurde seit dem 8. Juli 2026 von drei wöchentlichen Flügen auf vier erhöht. Darüber hinaus umfasst die Codeshare-Kooperation zwischen Air China und der brasilianischen Fluggesellschaft Latam Airlines bereits acht Inlandsstrecken in Brasilien.

Francas einwöchiger China-Besuch (24. bis 29. August) wurde von der brasilianischen Botschaft in Peking und der brasilianischen Agentur für Handel und Investitionsförderung (ApexBrasil) organisiert. Neben Peking wird er auch in Shanghai Aktivitäten durchführen. Das Treffen war Teil seines Besuchsprogramms; die Delegation zielte darauf ab, chinesischen Investoren Konzessionsprojekte für brasilianische Häfen, Wasserstraßen und Flughafeninfrastruktur vorzustellen.

Die brasilianische Seite stellte in dem Gespräch zudem das Produktionspotenzial für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) des Landes vor. Bemerkenswert ist, dass Brasiliens Präsident Lula am 12. August ein Dekret unterzeichnete, das den Regulierungsrahmen des nationalen Programms für nachhaltigen Flugkraftstoff (ProBioQAV) offiziell etabliert. Gemäß diesem Dekret müssen brasilianische Fluggesellschaften ab 2027 ihre Treibhausgasemissionen schrittweise reduzieren, beginnend mit einem Reduktionsziel von 1 % und jährlich steigend auf 10 % bis 2037. Brasilien verfügt über reichhaltige Rohstoffressourcen für Biokraftstoffe wie Zuckerrohr und Sojabohnen, das SAF-Produktionspotenzial ist beträchtlich. Chinesische Fluggesellschaften wie Air China, China Eastern und China Southern haben sich bereits CO2-Reduktionsziele gesetzt und könnten in Zukunft SAF aus Brasilien beziehen, um die CORSIA-Konformitätsanforderungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zu erfüllen.

Bereits im Februar 2024 hatten die CAAC und die brasilianische Luftfahrtbehörde eine Absichtserklärung zur Stärkung der umfassenden Zusammenarbeit in der Zivilluftfahrt unterzeichnet, die Bereiche wie Ausbildung von Luftfahrtfachkräften, nachhaltigen Flugkraftstoff und elektronische Pilotenlizenzen abdeckt. Im August 2024 unterzeichneten beide Seiten zudem ein Kooperationsabkommen zur Lufttüchtigkeitszulassung von Luftfahrzeugen sowie einen Kooperationsfahrplan. In der gemeinsamen Erklärung von 2025 wurde ausdrücklich die „Vertiefung der Zusammenarbeit bei wissenschaftlicher und technologischer Innovation im Luft- und Raumfahrtbereich“ festgehalten. Das diesmalige Treffen kann als weitere konkrete Umsetzung im Rahmen dieser Kooperationsstrukturen betrachtet werden.

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