CHS und OCP planen Investition von 450 Millionen US-Dollar für Phosphatdüngerfabrik mit einer Million Tonnen Kapazität
de.wedoany.com-Bericht: Am 26. August schlugen CHS und OCP North America die Gründung eines Joint Ventures vor, das am Cornerstone Energy Park in Waggaman, Louisiana, USA, eine Produktionsanlage für phosphathaltige Düngemittel errichten soll. Das Projekt sieht Investitionen von rund 450 Millionen US-Dollar vor, mit einer geplanten Jahreskapazität von über einer Million Tonnen. Derzeit laufen die detaillierten technischen Planungen; die Genehmigungen für das Projekt und die Finanzierung stehen noch aus.

Zu den geplanten Produkten gehören Monoammoniumphosphat und Diammoniumphosphat. Gemäß der zwischen beiden Parteien vereinbarten Versorgungsregelung wird die OCP Group die Fabrik mit handelsüblicher Phosphorsäure beliefern. Auf dem Werksgelände werden spezielle Phosphorsäure-Lagertanks sowie sekundäre Rückhalteeinrichtungen errichtet, und die vorhandene Infrastruktur des Parks für die Lagerung von Rohstoffen wie Ammoniak und Schwefel wird genutzt. Die fertigen Düngemittel werden in überdachten Lagerhallen eingelagert und anschließend über die Vertriebsnetze der CHS-Genossenschaften und der landwirtschaftlichen Genossenschaften sowie über die bestehenden Kanäle von OCP North America in die wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen der USA vertrieben.
Das Projekt umfasst auch neue Hafen- und Materialtransportanlagen. Die derzeitige Planung sieht den Bau eines neuen Leichteranlegers östlich des bestehenden Kais vor, ausgestattet mit Förderbändern für die Schiffsbeladung mit Fertigprodukten. Der bestehende Flüssiggutterminal wird modernisiert, um größere Schiffe abfertigen zu können; in einigen Wasserbereichen könnte ein begrenztes Ausbaggern erforderlich sein. Nach Fertigstellung der Fabrik sollen die fertigen Phosphatdünger per Leichter, Bahn und Lkw transportiert und über das Schifffahrtssystem des Mississippi an die landwirtschaftlichen Regionen der USA verteilt werden.
Die USA decken derzeit etwa 40 % ihres Bedarfs an phosphathaltigen Düngemitteln durch Importe. CHS berechnet, dass das Projekt mit einer Jahreskapazität von über einer Million Tonnen die Abhängigkeit der USA von importierten Phosphatdüngern um bis zu etwa 48 % reduzieren könnte. Nach Angaben von CHS wurde die letzte neue Phosphatdünger-Produktionsanlage in Nordamerika 1984 errichtet; sollte dieses Projekt die Genehmigungen und den Bau abschließen, wäre es die erste derartige Produktionsanlage in der Region seit über 40 Jahren.
Das Projekt soll in Jefferson Parish etwa 60 Dauerarbeitsplätze und 500 Bauarbeitsplätze schaffen, mit einer Gesamtbeschäftigungswirkung von rund 924 direkten und unterstützenden Arbeitsplätzen während der Projektlaufzeit. Beide Parteien haben außerdem einen Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Fertilizer Investment & Expansion for Long-term Domestic Supply“ (FIELDS) des US-Landwirtschaftsministeriums für das Projekt eingereicht. Dieses Programm stellt im Jahr 2026 bis zu 500 Millionen US-Dollar bereit; einzelne wettbewerbliche Kostenteilungsprojekte können zwischen 15 und 150 Millionen US-Dollar beantragen.
Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Phase der detaillierten technischen Planung und Genehmigung. CHS und OCP North America haben klargestellt, dass die Bauphase nach Abschluss der Projekt- und Finanzierungsgenehmigungen beginnen soll, mit einer voraussichtlichen Baudauer von maximal 24 Monaten. Der offizielle Baubeginn und der geplante Produktionsstart sind derzeit noch nicht bestätigt.
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