Shell und BP einigen sich auf je 50% Beteiligung am brasilianischen Block Tupinambá

2026-09-04 09:20
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de.wedoany.com-Bericht: Am 2. September unterzeichnete Shell Brasilien eine Vereinbarung mit BP zur Übernahme einer 50%igen Beteiligung am Explorationsblock Tupinambá im Vorsalzgebiet des Santos-Beckens in Brasilien. BP hält derzeit 100% der Anteile an diesem Block und wird nach Abschluss der Transaktion die verbleibenden 50% behalten und weiterhin als Betreiber fungieren. Der Transaktionsbetrag wurde nicht bekannt gegeben. Der Abschluss unterliegt noch der Genehmigung durch Regulierungsbehörden wie dem brasilianischen Verwaltungsrat für Wirtschaftsverteidigung (Cade) und der Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP) sowie der Erfüllung weiterer üblicher aufschiebender Bedingungen.

Tupinambá liegt im Vorsalzgebiet des Santos-Beckens, etwa 400 Kilometer vor der brasilianischen Küste, in einer Wassertiefe von rund 2300 Metern. Der Block wurde von BP in der zweiten Runde der permanenten Produktionsteilungs-Ausschreibung im Dezember 2023 mit 100%iger Beteiligung erworben. Der Produktionsteilungsvertrag wird von der brasilianischen Vorsalz-Erdölgesellschaft PPSA im Namen der Bundesregierung verwaltet. Die derzeit bei PPSA registrierte Vertragsstruktur sieht weiterhin vor, dass BP Energy 100% der Anteile an Tupinambá hält und betreibt, mit einem Mindestanteil an Überschussöl von 6,5%.

Tupinambá befindet sich derzeit noch in der Explorationsphase; im Block wurden noch keine Explorationsbohrungen niedergebracht. BP gab an, dass die erste Explorationsbohrung in naher Zukunft geplant ist und die aktuelle Explorationsphase voraussichtlich bis zum 27. Mai 2031 andauert. Diese Beteiligungsanpassung erfolgt vor der Bohrung der ersten Bohrung. Nach Abschluss der Transaktion wird Shell als nicht-operierender Partner 50% der Anteile am Block übernehmen, während BP weiterhin für die Explorationsarbeiten verantwortlich ist.

Tupinambá liegt in der Nähe des von BP betriebenen Blocks Bumerangue, jedoch handelt es sich um unabhängige Explorationsziele. BP hat im Jahr 2025 im Bumerangue eine Entdeckungsbohrung niedergebracht und bezeichnete diese als einen der größten Öl- und Gasfunde des Unternehmens seit 25 Jahren; BP hat zuvor zudem ausdrücklich klargestellt, dass trotz der geografischen Nähe von Tupinambá und Bumerangue nicht davon ausgegangen werden kann, dass beide dieselben geologischen Merkmale aufweisen.

Die Vereinbarung zwischen Shell und BP betrifft auch das Explorationsziel Conifer im US-Golf von Mexiko. Shell beabsichtigt, eine 30%ige Beteiligung an den fünf Pachtgebieten zu erwerben, aus denen Conifer besteht, während BP 70% behält und weiterhin als Betreiber fungiert. Die Explorationsbohrung Conifer ist für 2027 geplant; die Tupinambá-Transaktion muss hingegen separat die brasilianische Regulierungsgenehmigung abwarten, bevor sie abgeschlossen werden kann.

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