Orange beteiligt sich am ReuNION-Seekabelprojekt – Inbetriebnahme für 2028 geplant

2026-09-04 14:29
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Am 2. September hat Orange gemeinsam mit dem Konsortium aus Telco OI, Réunicable und La Réunion Connectée das ReuNION-Seekabelprojekt vorangetrieben. Das neue System wird Réunion mit Südafrika verbinden und ist mit 16 Faserpaaren ausgestattet, wobei jedes Paar eine Designkapazität von 20 Tbit/s aufweist. Die Gesamtkapazität des Systems erreicht damit 320 Tbit/s. Die entsprechenden Vereinbarungen zwischen den Konsortiumsmitgliedern wurden bereits unterzeichnet. Im nächsten Schritt des Projekts werden detaillierte ozeanografische Vermessungen durchgeführt, Genehmigungen beantragt sowie die Fertigung und Verlegung des Seekabels eingeleitet.

Orange kündigt das ReuNION-Seekabelprojekt zur Verbindung von Réunion und Südafrika an

Die Verteilung der 16 Faserpaare wurde bereits festgelegt: La Réunion Connectée erhält 12 Paare, Orange erhält 2 Paare, Telco OI und Réunicable erhalten jeweils 1 Paar. La Réunion Connectée, als öffentlicher Betreiber, der die Region Réunion vertritt, ist für die Projektumsetzung verantwortlich. Vier öffentliche und private Betreiber sind gemeinsam am Bau des Seekabels beteiligt. In der ersten Phase verbindet ReuNION Réunion mit Südafrika; in der anschließenden zweiten Phase ist eine weitere Verlängerung von Réunion bis nach Singapur geplant.

Orange übernimmt im Konsortium die Rolle des Landungspartners auf der Seite von Réunion. Zu den Aufgaben gehören die Einholung lokaler Genehmigungen, die Durchführung von Tiefbauarbeiten an der Küstenlandungsstelle, der Bau einer sicheren Landestation sowie die Anbindung des Seekabels an das terrestrische Kommunikationsnetz der Insel. Orange Marine ist für die Verlegung auf See verantwortlich, während Alcatel Submarine Networks (ASN) für das Design und die Fertigung des Seekabelsystems zuständig ist.

Das Finanzierungsvolumen des ReuNION-Projekts beläuft sich derzeit auf 93,1 Millionen Euro. Davon stellt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE/FEDER) 30 Millionen Euro bereit, die Konsortiumsbetreiber investieren 36,6 Millionen Euro, die Fazilität „Connecting Europe Facility" (CEF) der EU stellt 20 Millionen Euro bereit, und die französische Regierung trägt 6,5 Millionen Euro bei.

Die Bauphase des Projekts ist auf drei Jahre angelegt. Im Jahr 2026 werden vertiefte technische Studien durchgeführt und die Unterwasserroute festgelegt. 2027 erfolgen die industrielle Fertigung des Seekabels, die Verlegung auf See und der Bau der Landestation. 2028 soll die Inbetriebnahme abgeschlossen und der Betrieb aufgenommen werden. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Phase der technischen Studien und Genehmigungsvorbereitung; die Fertigung und Verlegung des Seekabels sowie der Bau der Landestation sind für die Folgephasen vorgesehen.

ReuNION wird außerdem die bestehenden internationalen Kommunikationsverbindungen von Réunion ergänzen. In der ersten Projektphase ist ausdrücklich die Übernahme von Redundanzaufgaben für bestehende Seekabel vorgesehen, darunter das METISS-Seekabel. Einige der vorhandenen Unterseekommunikationssysteme in der Region haben zudem bereits nahezu das Ende ihrer geplanten Betriebslebensdauer erreicht. Die neue Verbindung wählt eine Route mit direkter Anbindung an Südafrika und stellt den Konsortiumsmitgliedern unabhängige Faserpaare zur Verfügung.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com