Mosambik: 2075-MW-Wasserkraftprojekt Cahora Bassa Süd ufer erhält HSS-Silberzertifizierung

2026-09-06 11:15
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de.wedoany.com-Bericht: Das 2075-MW-Wasserkraftprojekt Cahora Bassa Süd ufer in Mosambik hat gemäß dem Hydropower Sustainability Standard (HSS) die Silberzertifizierung erhalten. Das Projekt befindet sich im Besitz und Betrieb der Hidroeléctrica de Cahora Bassa (HCB) und liegt am Sambesi in der Provinz Tete. Die durchschnittliche jährliche Stromerzeugung beträgt über 15.000 GWh. Die Bauarbeiten begannen 1969, die kommerzielle Betriebsaufnahme erfolgte 1977.

Cahora Bassa ist das zweite Wasserkraftprojekt in Afrika, das eine HSS-Zertifizierung erhalten hat. Zuvor wurde das Projekt Ngonye Falls in Sambia im Jahr 2024 zertifiziert. Derzeit befinden sich mehrere weitere Projekte auf dem afrikanischen Kontinent im Zertifizierungsprozess.

Dieses Zertifizierungsergebnis ist das Ergebnis der fast zehnjährigen Bemühungen der HCB, die Nachhaltigkeitsleistung des Projekts kontinuierlich zu verbessern. Das Projekt wurde erstmals 2018 gemäß dem Hydropower Sustainability Assessment Protocol (dem Vorgänger des HSS) bewertet, wodurch eine Basislinie festgelegt und Verbesserungsbereiche identifiziert wurden. Zu den nach der Bewertung umgesetzten konkreten Maßnahmen gehören: Durchführung von Klimaresilienz-Bewertungen und Risikomanagementplänen, Einrichtung eines Vorhersagesystems für den Stausee-Zufluss, Durchführung von Treibhausgasemissions-Bewertungen mit dem G-res-Tool sowie Erstellung neuer Biodiversitätsmanagementpläne. Die HCB hat außerdem formelle Unterstützungsmechanismen für den benachbarten Nationalpark Mágoè eingerichtet.

Eine weitere Bewertung im Jahr 2025 gemäß dem HSS zeigte, dass sich die Nachhaltigkeitsleistung von Cahora Bassa auf ein Niveau oberhalb der Mindestanforderungen für die Zertifizierung verbessert hat. Das Projekt schnitt besonders gut in den Bereichen Arbeitnehmergesundheit und -sicherheit, Wasserqualitätsüberwachung, hydrologisches Management, Klimawandelanpassung und Einbindung von Interessengruppen ab. Die Bewertung wies auch auf Bereiche hin, die weiter verbessert werden können, darunter eine stärkere Integration von Umwelt- und Sozialmanagementsystemen, eine Ausweitung der Biodiversitätsüberwachung sowie eine verstärkte Notfallvorsorge. Die HCB gab an, dass die entsprechenden Verbesserungsmaßnahmen in ihren Nachhaltigkeitsaktionsplan aufgenommen wurden und derzeit umgesetzt werden.

Nico Savaio, Koordinator für ESG und integrierte Managementsysteme bei der HCB, sagte zu diesem Wandel: „Insgesamt besteht die größte Veränderung darin, dass sich das Nachhaltigkeitsmanagement von einer Reihe einzelner Maßnahmen zu einem strukturierteren, integrierteren Ansatz entwickelt hat, ergänzt durch bessere Systeme, klarere Prioritäten und Mechanismen zur kontinuierlichen Verbesserung.“ Er fügte hinzu, dass das Zertifizierungsergebnis eine Anerkennung des langjährigen Engagements des gesamten HCB-Teams sei.

João Costa, Exekutivdirektor der Hydropower Sustainability Alliance (HSA), ist der Ansicht, dass diese Zertifizierung zeigt, dass auch ältere Wasserkraftanlagen den aktuellen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen können. Er erklärte, dass Cahora Bassa ein wichtiges Signal an die Wasserkraftbranche sende: Selbst Projekte, die vor mehr als einem halben Jahrhundert gebaut wurden, können sich kontinuierlich verbessern und die heutigen Nachhaltigkeitserwartungen erfüllen. Die offene Interaktion der HCB mit unabhängigen Bewertungsstellen, das Handeln auf Grundlage der Bewertungsergebnisse und die Integration kontinuierlicher Verbesserung in das Projektmanagement böten auch anderen Betreibern eine Orientierung.

Cahora Bassa

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