Kernkraftwerk Saporischschja erhält wieder externe Stromversorgung über 330-kV-Leitung

2026-09-08 09:34
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. September, Ortszeit, hat das Kernkraftwerk Saporischschja wieder Strom über die 330-kV-Leitung „Ferosplavna-1" aus dem externen Netz bezogen. Der ukrainische Kernenergiebetreiber Energoatom bestätigte, dass die Eigenbedarfsanlagen des Kraftwerks um 19:02 Uhr wieder über diese Leitung versorgt wurden; die elektrische Last des Kraftwerks betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 11 Megawatt.

Diese Wiederherstellung der Stromversorgung beendet eine fast dreiwöchige Unterbrechung der externen Stromversorgung, die seit dem 20. August andauerte. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hatte zuvor bestätigt, dass das Kernkraftwerk Saporischschja am 20. August die damals einzige noch verfügbare externe 330-kV-Stromleitung Ferosplavna-1 verloren hatte und anschließend auf Notstrom-Dieselgeneratoren angewiesen war, um die sechs Reaktoren, die Kühlung der Abklingbecken und andere nuklearsicherheitsrelevante Systeme zu betreiben.

Zur Reparatur der beschädigten Leitung koordinierte die IAEO ab dem 5. September eine lokale Feuerpause mit den beteiligten Parteien. Nach der Entminung der Umgebung der Leitung begannen ukrainische Techniker mit der Instandsetzung der Ferosplavna-1-Leitung; IAEO-Personal überwachte die Reparaturarbeiten vor Ort. Diese Vereinbarung war die siebte von der IAEO für Instandsetzungsarbeiten am Kernkraftwerk Saporischschja koordinierte lokale Feuerpause.

Während des Stromausfalls blieb die Dieselversorgung des Kraftwerks angespannt. Die IAEO erklärte am 29. August, dass die vom Betreiber gemeldeten Dieselvorräte vor Ort für etwa 10 Tage ausreichen würden und damit unter das von den lokalen Aufsichtsbehörden geforderte Mindestreserveniveau gefallen seien. Vom 27. bis 28. August überwachte IAEO-Personal zudem den Transport von mehreren Dutzend Tonnen Diesel von einem nahegelegenen externen Lagerort zum Kraftwerksgelände, um den Betrieb der Notstromgeneratoren aufrechtzuerhalten.

Nach der Wiederherstellung der Ferosplavna-1-Leitung verfügt das Kernkraftwerk Saporischschja wieder über eine stabile externe Stromversorgung und kann weiterhin die Kühlpumpen für Reaktoren und Abklingbecken sowie andere nuklearsicherheitsrelevante Systeme mit Strom versorgen. Keiner der sechs Reaktorblöcke des Kraftwerks befindet sich derzeit im Leistungsbetrieb.

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