Saltfoss unterzeichnet Technologievertrag über 3 Milliarden KRW für MSR mit dem Korea Atomic Energy Research Institute

2026-09-05 15:29
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de.wedoany.com-Bericht: Am 4. September unterzeichnete das dänische Nuklearunternehmen Saltfoss Energy einen Technologiedienstleistungsvertrag über ca. 3 Milliarden KRW (ca. 2,26 Millionen USD) für Schmelzsalzreaktoren mit dem Korea Atomic Energy Research Institute (KAERI). In den nächsten zwei Jahren wird das KAERI Arbeiten zur Brennstoffherstellung, Brennstoffeigenschaftsbewertung, zum Bau eines Schmelzsalz-Testkreislaufs sowie zu Korrosionstests an Kandidaten-Strukturmaterialien für den von Saltfoss entwickelten Fluoridschmelzsalzreaktor durchführen. Saltfoss, das zuvor unter dem Namen Seaborg operierte, treibt derzeit die Entwicklung des schwimmenden Schmelzsalzreaktors seaMSR-100 voran.

Saltfoss unterzeichnet Vertrag mit koreanischer Einrichtung zur gemeinsamen Entwicklung eines Schmelzsalzreaktors

Im Rahmen des Vertragsumfangs wird das KAERI zunächst das Fluoridschmelzsalz vorbehandeln, um es für die Kernbrennstoffherstellung geeignet zu machen, anschließend mit dem behandelten Schmelzsalz Kernbrennstoff herstellen und dessen Eigenschaften bewerten. Das Institut wird außerdem einen Naturumlauf-Schmelzsalz-Testkreislauf aufbauen und betreiben, der die Schmelzsalzzirkulation durch Temperaturdifferenzen antreibt, um die Schmelzsalzströmungsumgebung im Reaktor zu simulieren und die Korrosion der Kandidaten-Strukturmaterialien unter Hochtemperatur-Schmelzsalzbedingungen zu bewerten.

Dieser Vertrag folgt dem Modell der Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen: Das KAERI stellt Saltfoss unter Nutzung seiner bestehenden MSR-Technologiekompetenzen, Testeinrichtungen und Forschungsinfrastruktur technische Dienstleistungen zur Verfügung, ohne dass eine Übertragung des Eigentums an bestehenden Schmelzsalzreaktor-Quelltechnologien oder geistigem Eigentum des Instituts erfolgt. Die Vertragslaufzeit beträgt zwei Jahre; die Kernarbeiten umfassen die durchgängige Forschungskette von der Brennstoffsalz-Vorbehandlung über Brennstoffherstellung und -charakterisierung bis hin zur Simulation der Schmelzsalzzirkulationsumgebung und der Validierung von Strukturmaterialien.

Der von Saltfoss entwickelte seaMSR-100 hat eine Einzelauslegungsleistung von 100 MW elektrischer Leistung oder 250 MW Hochtemperatur-Wärmeleistung. Nach dem aktuellen Konzept können mehrere Reaktoren auf derselben schwimmenden Saltfoss Power Platform integriert werden, wodurch Konfigurationen von 100–600 MW elektrischer Leistung oder 250–1500 MW Wärmeleistung entstehen; auch eine Kraft-Wärme-Kopplung ist möglich. Der Reaktor ist für eine Betriebstemperatur von ca. 650 °C bei nahezu Atmosphärendruck ausgelegt; Saltfoss legt für einen einzelnen Reaktorkern eine Betriebsdauer von 24 Jahren fest. Die aktuellen Entwicklungsarbeiten werden derzeit in Richtung der anschließenden Zertifizierungsphase vorangetrieben.

Die technische Zusammenarbeit zwischen dem KAERI und Saltfoss hat bereits früher begonnen. Im Mai 2024 unterzeichnete das Institut eine Absichtserklärung zur nuklearen Technologiekooperation mit Seaborg, dem Vorgänger von Saltfoss; der Kooperationsumfang umfasste die Entwicklung fortschrittlicher Kernenergiesysteme und Schmelzsalzreaktoren. Der vorliegende Vertrag über ca. 3 Milliarden KRW konkretisiert die bisherige Partnerschaft weiter auf spezifische Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wie Brennstoffherstellung, Materialkorrosionstests und den Aufbau von Schmelzsalz-Testanlagen.

Saltfoss ist in Südkorea zudem mit Saltfoss Korea vertreten und kooperiert mit Samsung Heavy Industries bei der schwimmenden Kernkraftplattform seaMSR-100. Die vom KAERI übernommenen Brennstoff- und Materialforschungsdienstleistungen bilden zusammen mit der in Südkorea vorangetriebenen Entwicklung der schwimmenden Plattform von Saltfoss die derzeitigen technischen Entwicklungsarbeiten für den seaMSR-100; die nach Vertragsabschluss erzielten Ergebnisse zu Brennstoffherstellung, Schmelzsalzzirkulation und Materialkorrosionstests werden für die weitere Entwicklung und Zertifizierung des Reaktors verwendet.

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