BMI erwartet, dass der Wert der australischen Bergbauproduktion bis 2035 auf 164 Milliarden US-Dollar sinkt

2026-09-08 10:39
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. September veröffentlichte BMI eine Risikobewertung der australischen Industrie und prognostiziert, dass der Wert der Bergbauproduktion des Landes von 172 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 164 Milliarden US-Dollar im Jahr 2035 sinken wird, wobei die schwächere Kohle- und Eisenerzproduktion der Hauptfaktor ist. Der Bericht nennt außerdem die Prüfung ausländischer Investitionen, Arbeitskosten, Buschfeuerrisiken und politische Unsicherheiten als die wichtigsten operativen Risiken, denen der australische Bergbau derzeit ausgesetzt ist.

Nach Angaben von BMI wird erwartet, dass der Klimarisiko-Score des australischen Bergbaus von 64,5 im Jahr 2026 auf 65,4 im Jahr 2050 steigt. In Westaustralien besteht auf fast 90 % der Fläche ein Buschfeuerrisiko, wodurch die Bergbauanlagen einem hohen Klimarisiko ausgesetzt sind. BMI geht davon aus, dass sich die damit verbundenen Kosten eher in höheren Versicherungsausgaben und höheren Investitionsausgaben der Unternehmen niederschlagen als in einem direkten Rückgang der Bergbauproduktion.

Das Arbeitskräfteangebot bleibt eine wichtige Einschränkung für die Betriebskosten im Bergbau. BMI ist der Ansicht, dass die Arbeitskosten im australischen Bergbau weiterhin höher sind als in mehreren wichtigen konkurrierenden Bergbauregionen und dass Lohnstreitigkeiten ebenfalls ein anhaltendes Betriebsrisiko darstellen. Mit der Verschärfung der Einwanderungspolitik werden die Möglichkeiten der Unternehmen, ausländische Fachkräfte zu gewinnen, weiter eingeschränkt; die Automatisierung im Bergbau dürfte den Personalmangel teilweise lindern, wird jedoch die Arbeitskostenbelastung im nächsten Jahrzehnt kaum vollständig ausgleichen können.

Die Prüfung ausländischer Investitionen ist ein weiteres im Bericht genanntes Risiko. Australien verschärft die Sicherheitsüberprüfungen im Zusammenhang mit kritischen Mineralien, und Bergbauprojekte sind beim Markteintritt ausländischer Investitionen, bei der Projektgenehmigung und beim Zugang zur Infrastruktur strengeren Regulierungsverfahren ausgesetzt. BMI weist außerdem darauf hin, dass das Volumen der öffentlichen Beschaffung in Australien derzeit etwa 17,9 % des Bruttoinlandsprodukts entspricht; bis Mai 2026 führt die Nationale Anti-Korruptionskommission 34 Untersuchungen durch.

Auch das Genehmigungsumfeld für Kohleprojekte verändert sich. New South Wales hat im März 2026 die Annahme neuer Anträge für Greenfield-Kohlebergwerke eingestellt, bestehende Erweiterungs- und Laufzeitverlängerungsprojekte bestehender Kohlebergwerke können jedoch weiterhin auf Bundesebene genehmigt werden. BMI erwartet, dass die Expansion von Projekten für kritische Mineralien einen Teil der Bergbauinvestitionstätigkeit aufrechterhalten wird, während die Kohle- und Eisenerzproduktion allmählich schwächer wird.

BMI erwartet außerdem, dass fossile Brennstoffe bis 2035 weiterhin mehr als 86 % des gesamten Energieverbrauchs Australiens ausmachen werden, während der Anteil erneuerbarer Energien (ohne Wasserkraft) an der Stromerzeugungsstruktur voraussichtlich auf 66 % steigen wird. Der Bericht nennt die Automatisierung im Bergbau, Investitionen in kritische Mineralien, Veränderungen der Energiestruktur und das Arbeitskräfteangebot gemeinsam als die wichtigsten Variablen für das künftige Geschäftsumfeld des australischen Bergbaus.

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