Indiens 375-Milliarden-Rupien-Vergasungsprogramm erhält in erster Runde sieben Anträge
de.wedoany.com-Bericht: Am 8. September gab das indische Kohleministerium die Ergebnisse der ersten Antragsrunde für das 375-Milliarden-Rupien-Förderprogramm für Oberflächenkohle-/Braunkohlevergasungsprojekte bekannt; insgesamt gingen sieben Projektanträge ein. Adani Enterprises Limited reichte drei Projekte zur Harnstoffproduktion ein, die National Thermal Power Corporation (NTPC) beantragte den Bau eines Projekts für synthetisches Erdgas; auch Gallantt Ispat Limited, Shyam Sel & Power Limited und Talcher Fertilisers Limited reichten jeweils Projektanträge ein.

Von den sieben Anträgen der ersten Runde zielen alle drei Projekte von Adani Enterprises auf Harnstoff als Endprodukt ab; das Gallantt-Ispat-Projekt plant die Produktion von direktreduziertem Eisen und Synthesegas, das NTPC-Projekt die Produktion von synthetischem Erdgas, das Shyam Sel & Power-Projekt die Produktion von Synthesegas und das Talcher-Fertilisers-Projekt die Produktion von Harnstoff. Die Antragsfrist der ersten Runde endete am 7. September; zuvor hatte das Kohleministerium bestätigt, dass NTPC und Talcher Fertilisers ihre Anträge über die Online-Plattform eingereicht haben.
Das Programm wurde am 13. Mai vom indischen Kabinett genehmigt; die gesamten finanziellen Ausgaben belaufen sich auf 375 Milliarden Rupien. Es richtet sich an neu errichtete Oberflächenkohle- und Braunkohlevergasungsprojekte, wobei die Förderempfänger in einem wettbewerblichen Verfahren ermittelt werden. Die finanzielle Förderung kann bis zu 20 % der Kosten für Gebäude sowie Maschinen und Anlagen des Projekts betragen; die maximale Förderung für ein einzelnes Projekt liegt bei 50 Milliarden Rupien, und die kumulierte Obergrenze für alle Projekte desselben Unternehmenskonglomerats beträgt 120 Milliarden Rupien. Die Mittel werden in vier gleichen Raten entsprechend den Projektmeilensteinen ausgezahlt.
Nach dem von der indischen Regierung festgelegten Umfang soll das Programm etwa 25 Projekte unterstützen, die eine Vergasungskapazität von rund 75 Millionen Tonnen Kohle und Braunkohle umfassen; die Produktpalette umfasst Synthesegas, synthetisches Erdgas, Harnstoff, Ammoniak, Methanol, direktreduziertes Eisen, synthetische Kraftstoffe sowie weitere nachgelagerte chemische Produkte. Die Projektauswahl erfolgt anhand von Kriterien wie Projektkosten, Kohleeinsatzmenge und Synthesegasausbeute; das Programm verlängert zugleich die Laufzeit der zugehörigen Kohlelieferverträge auf maximal 30 Jahre.
Das indische Kohleministerium hat am 8. September die zweite Antragsrunde eröffnet; anschließend sollen die Antragsfenster in Abständen von zwei Monaten weiter geöffnet werden. Die erste Antragsrunde lief vom 7. Juli (Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen) bis zum 7. September; in diesem Zeitraum führte das Ministerium am 20. Juli eine Vorbesprechung durch, in der unter anderem die Eignungskriterien, das Bewertungsverfahren, die finanzielle Förderung und das Antragsverfahren erläutert wurden.





















