Debatte im Stadtrat von Hitachiōmiya, Präfektur Ibaraki, Japan, über Antrag auf Literaturuntersuchung zum Atommüllendlager

2026-09-09 11:44
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de.wedoany.com-Bericht: Die Stadt Hitachiōmiya in der japanischen Präfektur Ibaraki hat vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie Japans die Aufforderung erhalten, sich für die Standortauswahl eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle einer „Literaturuntersuchung“ zu unterziehen. Am 8. September fand im Stadtrat von Hitachiōmiya eine allgemeine Fragestunde statt, in der mehrere Stadtratsmitglieder ihre Meinungen dazu äußerten, ob die Untersuchung angenommen werden soll.

Von den fünf Stadtratsmitgliedern, die an diesem Tag Anfragen stellten, sprachen sich zwei gegen die Annahme der Aufforderung aus, eines sprach sich dafür aus. Der Stadtrat plant, am 9. September eine geschlossene Sitzung abzuhalten, in der jedes Stadtratsmitglied seine Meinung hierzu äußern wird; die entsprechenden Inhalte werden anschließend an Bürgermeister Suzuki Sadayuki weitergeleitet, der über die Reaktion der Stadtverwaltung entscheiden wird.

Stadtratsmitglied Kurata Toshiyuki erklärte, dass eine Fortführung der Literaturuntersuchung Auswirkungen auf die laufenden Maßnahmen und Projekte der Stadt haben und die regionale Entwicklung behindern könnte, weshalb er die Annahme der Aufforderung ablehne. Stadtratsmitglied Komuro Sadao wies darauf hin, dass die Erdbebenrisikobewertung der Präfektur Ibaraki für Hitachiōmiya ein Risiko von Erdbeben der Stärke 7 auf der japanischen Intensitätsskala angezeigt habe; er halte die Region daher nicht für geeignet als Kandidatengebiet für ein Endlager.

Stadtratsmitglied Mashiko Hiroya äußerte seine unterstützende Haltung. Er erklärte, dass die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle eine Aufgabe sei, der sich die gesamte Gesellschaft und das ganze Land stellen müssten, und dass auch die Nutzung der Kernenergie dem Land zugutekomme; daher sollte die Aufforderung aus einer breiteren Perspektive betrachtet werden. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass diese Angelegenheit mehr lokale Regierungen dazu veranlasse, sich mit dem Endlagerungsproblem zu befassen, den Diskussionsrahmen der Literaturuntersuchung erweitere und die Bürger dazu bewege, dies als ein sie selbst betreffendes Thema zu betrachten.

Nach Angaben des Sekretariats des Stadtrats war die Einreichungsfrist für die diesmaligen allgemeinen Anfragen der 25. August; das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie Japans stellte den Antrag auf Literaturuntersuchung jedoch erst am 31. August an Hitachiōmiya, sodass dieser Antrag nicht in den offiziellen Anfragekatalog aufgenommen wurde. An dem Tag äußerten die betreffenden Stadtratsmitglieder ihre Positionen im Rahmen ihrer jeweils ursprünglich geplanten Anfragen. Bürgermeister Suzuki Sadayuki äußerte sich in der Sitzung nicht.

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