Westaustralien benötigt bis 2035 125 GWh Speicherkapazität

2026-09-13 12:01
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de.wedoany.com-Bericht: Am 10. September veröffentlichte das unabhängige australische Forschungsinstitut Beyond Zero Emissions (BZE) die Studie „Powering Up Western Australia", wonach Westaustralien bis 2035 etwa 40,5 GW erneuerbare Erzeugungskapazität und 125 GWh Speicherkapazität benötigt, um das industrielle Stromwachstum und die Energiewende im South West Interconnected System (SWIS) und im North West Interconnected System (NWIS) zu unterstützen. Die Studie zeigt, dass die derzeit im Bau befindliche Speicherkapazität nur etwa 11 % des Bedarfs von 2035 entspricht.

Der Bericht bewertet die Strominfrastruktur der beiden großen Industriegebiete Kwinana und Port Hedland getrennt. BZE berechnet, dass im SWIS die derzeit im Bau befindliche erneuerbare Erzeugungskapazität etwa 8 % des für 2035 benötigten Umfangs ausmacht und die Speicherkapazität etwa 11 %; im NWIS, der Teile der Pilbara-Region abdeckt, beträgt die im Bau befindliche Erzeugungskapazität etwa 9 % des Bedarfs und die Speicherkapazität nur etwa 2 %.

Der bestehende Übertragungsausbau in Westaustralien befindet sich bereits in der Bauphase. Western Power errichtet das Projekt Clean Energy Link–North, mit dem das etwa 354 km lange Übertragungsnetz von Perth bis in die Mid-West-Region verstärkt wird; das Projekt umfasst Übertragungsleitungen und die Modernisierung mehrerer Umspannwerke und soll Ende 2027 abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung kann das Projekt die Einspeisung von etwa 1 GW Windkraft aus der Mid-West-Region in das Stromsystem von Perth unterstützen. Die Regierung von Westaustralien hat für den Netzausbau wie den Clean Energy Link bisher etwa 1,6 Mrd. AUD bereitgestellt.

Ein Teil der neuen Leitungen des Clean Energy Link–North wurde bereits 2026 mit dem Bau begonnen. Dazu gehören eine etwa 6 km lange unterirdische 132-kV-Leitung von Padbury nach Wangara sowie eine etwa 5 km lange 132-kV-Freileitung von Wangara nach Henley Brook; die Fertigstellung der betreffenden Leitungen ist für Mitte 2027 geplant. Western Power treibt zudem die Planung der nächsten Ausbaustufen der Übertragungsprojekte Clean Energy Link–East, Moora–Chittering sowie der Netzverstärkung in Kwinana voran.

In der Pilbara-Region fördert die Regierung von Westaustralien über den Pilbara Energy Transition Plan gemeinsame Übertragungsinfrastruktur. Der Plan hat mehrere vorrangige Übertragungskorridore festgelegt, die erneuerbare Energiequellen mit Bergbau- und Industrieverbrauchern verbinden, und es können bis zu 3 Mrd. AUD Vorzugsfinanzierung aus dem Programm Rewiring the Nation der australischen Bundesregierung beantragt werden. Die Pilbara-Region trägt derzeit etwa 40 % der Treibhausgasemissionen Westaustraliens bei, und der Anteil erneuerbarer Energien an ihrer Stromversorgung liegt weiterhin unter 2 %.

Der BZE-Bericht nennt Kwinana und Port Hedland als Schwerpunktregionen für den Ausbau von Übertragung und Speicherung. Das bestehende Industriesystem in Kwinana erwirtschaftet einen Jahresproduktionswert von etwa 15,7 Mrd. AUD; die Pilbara-Region, in der Port Hedland liegt, ist das Kerngebiet des australischen Eisenerzexports. Der Bericht fordert die Regierung von Westaustralien auf, den Clean Energy Link–North fristgerecht fertigzustellen, die nachfolgenden SWIS-Übertragungsprojekte zu beschleunigen und für den Pilbara Energy Transition Plan einen klaren Zeitplan für die Umsetzung der Folgeprojekte festzulegen.

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