Kasachstans Präsident Tokajew lädt südkoreanische Unternehmen zur Investition ein – bilateraler Handelsumsatz überstieg im vergangenen Jahr 3 Milliarden US-Dollar

2026-09-16 11:19
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de.wedoany.com-Bericht: Kasachstans Präsident Tokajew hat auf dem kasachisch-koreanischen Runden Tisch südkoreanische Unternehmen eingeladen, ihre Investitionen in Kasachstan auszuweiten, und darauf hingewiesen, dass der bilaterale Handelsumsatz von über 3 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr durch gemeinsame Anstrengungen der beiden Regierungen und Unternehmen erheblich gesteigert werden könne. Er erklärte, dass Südkoreas kumulierte Investitionen in Kasachstan bereits 12 Milliarden US-Dollar überstiegen und derzeit mehr als 1.000 Unternehmen mit südkoreanischem Kapital in Kasachstan tätig seien, darunter Samsung, Kia, Hyundai, Lotte, Doosan Enerbility und Shinhan Bank; Kasachstan wolle die bilateralen Beziehungen auf ein völlig neues Niveau heben.

Staatsoberhaupt Kassym-Schomart Tokajew sprach zur Eröffnung des kasachisch-koreanischen Runden Tisches

Tokajew wies darauf hin, dass Astana und Seoul in den vergangenen 30 Jahren eine starke Beziehung aufgebaut hätten, die auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und aufrichtiger Freundschaft beruhe; ein aktiver politischer Dialog und der gemeinsame Wille zur Vertiefung der Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen bildeten die Grundlage der Partnerschaft beider Länder. Er bewertete südkoreanische Unternehmer als investitionsfreudiger und entschlossener und hob zugleich ihre hohe Verantwortungsbereitschaft und ihren Respekt gegenüber Kasachstan hervor.

Die industrielle Zusammenarbeit bildet eine wichtige Grundlage der wirtschaftlichen Partnerschaft beider Länder. Derzeit umfasst das gemeinsame kasachisch-koreanische Projektportfolio 51 Projekte mit einem Gesamtwert von über 4 Milliarden US-Dollar in Bereichen wie Automobilbau, Maschinenbau und Metallurgie. Tokajew erklärte, die Erfahrung südkoreanischer Unternehmen belege, dass Kasachstan ein wettbewerbsfähiger und zuverlässiger Produktionsstandort sei. Im vergangenen Jahr habe Kasachstan fast 170.000 Fahrzeuge produziert und damit einen nationalen Rekord aufgestellt, wobei der Großteil auf die Marken Hyundai und Kia entfalle; Kasachstan produziere nicht nur Personenkraftwagen dieser Marken, sondern auch Lastkraftwagen und Omnibusse. Samsung-Haushaltsgeräte würden bereits in lokalen Werken in Kasachstan hergestellt. Kasachstans Ziel sei der Aufbau eines vollständig integrierten industriellen Ökosystems, das die lokale Produktion von Komponenten, fortschrittlichen Materialien, elektrischen Geräten und Elektronikprodukten umfasse und den größeren eurasischen Markt bediene. Tokajew lud südkoreanische Unternehmen ein, diese Chancen zu nutzen und Produktionsstandorte in Kasachstan zu errichten.

Tokajew

Tokajew erklärte, Kasachstan schenke der von Südkoreas Präsident Lee Jae-myung vorgestellten neuen Industriestrategie große Aufmerksamkeit, darunter Initiativen wie „Three Mega Projects" und „Seven Major SEED initiative". Bauwesen und Stadtentwicklung seien ein weiteres vielversprechendes Kooperationsfeld. Südkorea verfüge über weltklasse Erfahrung in den Bereichen Bau, Ingenieurwesen und Infrastrukturentwicklung, während Kasachstan in eine Phase der groß angelegten Infrastrukturmodernisierung eintrete und plane, das Tempo von Verkehrs- und kommunaler Infrastruktur bis hin zu Wohn- und Sozialeinrichtungen umfassend zu beschleunigen, mit Schwerpunkt auf dem Bau von Krankenhäusern, Kinderrehabilitationszentren, medizinischen Komplexen, modernen Schulen, Sportstätten und Verkehrsinfrastruktur. Die Regierung werde eine konkrete Liste großer Projekte erstellen, um unter gegenseitig vorteilhaften Bedingungen die Gründung neuer Unternehmen und die Umsetzung von Investitionsprojekten voranzutreiben.

Im Bereich der kritischen Mineralien wies Tokajew darauf hin, dass dieser Sektor zu einer strategisch bedeutsamen und schnell wachsenden Industrie der Weltwirtschaft geworden sei. Kasachstan verfüge über reiche strategische Mineralressourcen und begrüße es, dass Südkorea nicht nur in die Erschließung von Mineralressourcen investiere, sondern auch technisches Know-how teile. Um gemeinsam eine vollständige Wertschöpfungskette mit hoher Wertschöpfung aufzubauen, schlage Kasachstan ein Kooperationsmodell „Ressourcen – Technologie – Industrie" vor. Das geplante Zentrum für technische Zusammenarbeit im Bereich Seltenerdmetalle in Almaty werde ein wichtiger Schritt zur Förderung dieses neuen Kooperationsmodells sein, und Kasachstan erwarte, dass Forscher beider Seiten gemeinsam die Umwandlung von der Grundlagenforschung über die Ressourcenbasis in konkrete Industrieprojekte vorantreiben.

Mehr als 230 Vereinbarungen verbinden die Universitäten Kasachstans und Koreas

Im Energiebereich würdigte Tokajew das Interesse südkoreanischer Unternehmen an der kasachischen Energieindustrie. Hyundai Engineering habe bereits eine führende Rolle beim Bau der Erdgasverarbeitungsanlage Karatschaganak übernommen, was Kasachstan als Ausgangspunkt für eine langfristige strategische Verankerung südkoreanischer Unternehmen auf dem kasachischen Markt betrachte. Beide Seiten hätten Spielraum für eine Ausweitung der Zusammenarbeit in Bereichen wie Erdgasverarbeitung, Petrochemie, Energieinfrastruktur und erneuerbare Energien. Als weltgrößter Uranproduzent verfüge Kasachstan über großes Potenzial für die friedliche Nutzung der Kernenergie; kleine modulare Reaktoren gewännen in der globalen Energiebranche zunehmend an Bedeutung, und Kasachstan sei bereit, in diesem Bereich eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit mit Südkorea aufzubauen.

Kasachstan will zum Rechenzentrum Zentralasiens und zur Brücke zwischen Europa und Asien werden

Im Bereich Verkehr und Logistik erklärte Tokajew, Kasachstan liege zwischen Asien und Europa und verwandle seinen geografischen Vorteil durch den Aufbau eines modernen und effizienten Verkehrs- und Logistiknetzes in einen wirtschaftlichen Vorteil. Kasachstan investiere in großem Umfang in Eisenbahnen, Straßen, Seehäfen, Logistikterminals und andere Infrastruktur, um die Kapazität, Transportgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit des internationalen Transportkorridors Transkaspische Route zu erhöhen. Er sei der Ansicht, dass es nun an der Zeit sei, dass Südkorea zum Ausbau des Mittleren Korridors beitrage. Kasachstan begrüße südkoreanische Logistikunternehmen wie CJ Logistics und LX Pantos, in Kasachstan moderne Logistikzentren, multimodale Terminals, Lagerinfrastruktur sowie digitale Lösungen für das Lieferkettenmanagement aufzubauen. Tokajew schlug zudem die Gründung eines kasachisch-koreanischen Logistik-Joint-Ventures vor, um neue Logistikprojekte und Initiativen voranzutreiben und den reibungslosen Transit südkoreanischer Waren durch Kasachstan zu gewährleisten; das kasachische Unternehmen Shin-Line und Lotte Global Logistics hätten bereits mit der Umsetzung entsprechender Kooperationspläne begonnen.

Auch künstliche Intelligenz und neue Technologien bergen großes Kooperationspotenzial. Kasachstans KI-Strategie stelle den Faktor Humankapital in den Mittelpunkt, und Tokajew würdigte die Initiative, gemeinsam mit der Seoul National University of Science and Technology die erste KI-Schule in Kasachstan aufzubauen. Kasachstan habe mit dem Aufbau eines der größten Rechenzentrums-Ökosysteme der eurasischen Region begonnen; das „Data Center Valley" solle in der energieressourcenreichen Region Pawlodar entstehen, das Projekt sehe eine Stromversorgungskapazität von bis zu 1 Gigawatt vor und könne künftig weiter ausgebaut werden. Tokajew erklärte, Kasachstans Ziel sei es, das Land zu einem wichtigen Zentrum für Computertechnologie in Zentralasien und zu einer goldenen Brücke zwischen Europa und Asien zu machen, was südkoreanischen Technologieunternehmen einzigartige Chancen eröffne.

Tokajew erklärte, das Handelsvolumen zwischen Kasachstan und Südkorea könne sich verdoppeln

Tokajew erklärte, Kasachstan wolle an der vollständigen Wertschöpfungskette der künstlichen Intelligenz teilhaben und könne ein zuverlässiger Lieferant von Materialien und Komponenten für die Mikroelektronik- und Halbleiterproduktion werden; Kasachstan sehe großes Potenzial in der konkreten Zusammenarbeit mit globalen Branchenführern wie Samsung Electronics und SK Hynix. Er stellte zudem den Aufbau der Stadt Alatau vor und erklärte, diese neue Stadt solle sich zu einem Zentrum für fortschrittliche Industrien und Innovationen mit hoher Konzentration sowie zu einem Wirtschaftszentrum entwickeln; südkoreanische Partner beteiligten sich aktiv am Aufbau einer Stadt, die auf digitalen Technologien, künstlicher Intelligenz und modernem Ingenieurwesen basiere, Kasachstan erarbeite gemeinsam mit KIND den Masterplan und die Gestaltung der Wohngebiete und beziehe weitere südkoreanische Unternehmen in dieses Großprojekt ein.

Der Finanzsektor gilt als eines der potenziellen Felder zur Förderung der Partnerschaft beider Länder. Auch die Zusammenarbeit in Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie ist von großer Bedeutung. Kasachische Agrarprodukte werden derzeit in über 70 Länder weltweit exportiert, und Kasachstan ist bereit, die Exporte von Weizen, Ölsaaten, Fleisch, Milchprodukten, Honig und anderen hochwertigen Erzeugnissen nach Südkorea auszuweiten. Tokajew schlug zudem vor, das landwirtschaftliche Potenzial Kasachstans mit südkoreanischer Technologie zu verbinden und Wertschöpfungsketten im agroindustriellen Sektor aufzubauen. Die Investition der Lotte Group in die bekannte kasachische Schokoladenmarke „Rakhat" gilt als Erfolgsbeispiel für das langfristige Engagement südkoreanischer Unternehmen auf dem kasachischen Markt.

Tokajew betonte die Bedeutung der Entwicklung des Humankapitals. Derzeit hätten Hochschulen beider Länder mehr als 230 Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet, und der akademische Austausch werde kontinuierlich ausgeweitet. Er sei der Ansicht, dass beide Länder auch im Gesundheitswesen über breiten Raum für Investitionskooperationen verfügten; Gesundheitsinfrastruktur, Pharmaindustrie, Biotechnologie und Medizingeräteherstellung könnten zu Schwerpunktbereichen der Zusammenarbeit werden. Abschließend wies Tokajew darauf hin, dass Südkorea sich vor Jahrzehnten durch Durchbrüche in Schlüsselbereichen der Wirtschaft zu einer der führenden Volkswirtschaften der Welt entwickelt habe; Kasachstan sei in eine Phase tiefgreifender wirtschaftlicher Modernisierung eingetreten und konzentriere sich auf die Entwicklung neuer Industrien, neuer Technologien, wissenschaftlicher Forschungskapazitäten und des Humankapitals. Er sei überzeugt, dass die Konferenz und die unterzeichneten Vereinbarungen der Zusammenarbeit neue Impulse verleihen würden, und lud südkoreanische Unternehmen ein, aktiv in Kasachstan zu investieren; die kasachische Regierung werde jedes nützliche Projekt südkoreanischer Unternehmen in Kasachstan umfassend unterstützen.

Tokajew

Tokajew rief die koreanische Wirtschaft dazu auf, in Kasachstan zu investieren

Tokajew rief die koreanische Wirtschaft dazu auf, in Kasachstan zu investieren

Tokajew rief die koreanische Wirtschaft dazu auf, in Kasachstan zu investieren

Während der Konferenz sprachen unter anderem Südkoreas Premierminister Han Seong-suk, der südkoreanische Co-Vorsitzende des kasachisch-koreanischen Wirtschaftsrates Yoon Jin-sik, der Co-Vorsitzende des kasachisch-koreanischen Wirtschaftsrates Nurlan Schakpow, Samsung Electronics Executive Vice President Jo Song-jae, Shinhan Financial Group Chairman Jin Ok-dong, CONTEC Co Ltd Gründer und CEO Lee Sung-hee sowie Kwon Yi-kyun, Präsident des Korea Institute of Geoscience and Mineral Resources (KIGAM).

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