Avantiums weltweit erste kommerzielle FDCA-Anlage schließt Inbetriebnahme der Hauptaggregate ab

2026-09-16 14:04
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de.wedoany.com-Bericht: Das niederländische Unternehmen für erneuerbare Materialien Avantium hat bekannt gegeben, dass die Inbetriebnahme der Reinigungseinheit in seiner FDCA-Flaggschiffanlage in Delfzijl abgeschlossen wurde. Damit sind alle wesentlichen Prozesseinheiten der Anlage – Zuckerdehydratisierung, Oxidation, Reinigung und Versorgungseinrichtungen – erfolgreich in Betrieb genommen worden. Das Projekt befindet sich nun in der Phase der integrierten Anfahrphase und bereitet die Produktion der ersten FDCA-Chargen vor. Es handelt sich um die weltweit erste FDCA-Produktionsanlage im kommerziellen Maßstab.

Die Anlage ist für eine Jahreskapazität von 5.000 Tonnen FDCA ausgelegt; die Bauarbeiten wurden im Oktober 2024 abgeschlossen. FDCA, d. h. 2,5-Furandicarbonsäure, ist der zentrale Rohstoff für die Herstellung von Polyethylenfuranoat (PEF). Avantium setzt die YXY-Technologie ein, um FDCA aus pflanzlichem Zucker herzustellen, das anschließend zur Produktion des erneuerbaren Polymers PEF verwendet wird. Die Produkte können in Lebensmittel- und Getränkeverpackungen, Folien, Fasern und anderen Polymermaterialien eingesetzt werden.

Gemäß dem aktualisierten Anfahrplan wird Avantium im weiteren Verlauf des Jahres 2026 die vollständige Inbetriebnahme der Anlage, die Produktion der ersten FDCA-Chargen sowie die Produktzertifizierung vorantreiben und die kommerzielle Vermarktung im Rahmen bestehender Abnahmeverträge vorbereiten. Das Unternehmen erwartet, dass die kommerzielle Auslieferung bei erfolgreichem Verlauf der Inbetriebnahme und Produktzertifizierung gegen Ende 2026 beginnen wird; vom Anfahren der Anlage bis zum Erreichen der ausgelegten Volllastkapazität werden voraussichtlich etwa 24 Monate benötigt.

Das Projekt hatte in der Inbetriebnahmephase aufgrund von Qualitätsmängeln bei Schweißnähten einiger Titanrohrleitungen eine Verschiebung des Anfahrtermins sowie zusätzliche Investitionen von etwa 7 Millionen Euro erforderlich gemacht. Die Reparatur der betreffenden Titanschweißnähte wurde Ende April dieses Jahres abgeschlossen; seither konzentriert sich das Projekt wieder auf die Inbetriebnahme der Kernprozesseinheiten wie Oxidation und Reinigung. Dass nun alle wesentlichen Prozesseinheiten erfolgreich in Betrieb genommen wurden, bedeutet, dass das Projekt von der Inbetriebnahme einzelner Einheiten in die Phase des integrierten Anlagenbetriebs und der kommerziellen Markteinführung übergegangen ist.

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