Kemira startet Pilotanlage für Eisenphosphat in Schweden
de.wedoany.com-Bericht: Am 8. September hat Kemira am Produktionsstandort Helsingborg in Schweden den Betrieb einer Pilotanlage für Eisenphosphat aufgenommen. Die neue Anlage dient dazu, den zuvor im Labormaßstab entwickelten Eisenphosphat-Herstellungsprozess auf den Pilotmaßstab zu vergrößern und größere Materialmengen für Kundentests, Produktqualifizierung und die Entwicklung von Fertigungsverfahren zu produzieren. Das Projekt ist damit von der Laborforschungsphase in die Pilotproduktionsphase übergegangen; zu den weiteren Arbeiten gehören Kundenqualifizierung, Produktvalidierung und weitere Prozessbestätigung.
Die Anlage befindet sich im bestehenden Kemira-Produktionsstandort in Helsingborg. Das Unternehmen hat keine separate kommerzielle Fabrik neu gebaut, sondern am bestehenden Industriestandort eine Pilotkapazität errichtet, um die kritischen Produktionsbedingungen für die Vergrößerung von Eisenphosphat vom Labormaßstab auf den Industriemaßstab zu validieren. Nach der Inbetriebnahme der Pilotanlage kann Kemira größere Chargenmuster gewinnen, um die Materialkonsistenz über verschiedene Produktionschargen hinweg zu verifizieren und potenziellen nachgelagerten Kunden das für die Qualifizierung erforderliche Material bereitzustellen.
Kemira positioniert diese Pilotanlage als verfahrenstechnisches Bindeglied zwischen Laborforschung und zukünftiger kommerzieller Produktion. Zu den Aufgaben der Anlage gehören die Produktvalidierung von Eisenphosphat, die Entwicklung von Fertigungsverfahren und Vergrößerungstests. Das Unternehmen hat ausdrücklich klargestellt, dass eine Investition in eine kommerzielle Eisenphosphat-Produktionsanlage erst nach Fortschritten bei der Kundenqualifizierung und in Abhängigkeit von der Marktentwicklung weiter bewertet wird; das aktuelle Projekt befindet sich daher noch nicht in der Phase der endgültigen Investitionsentscheidung für eine kommerzielle Fabrik.
Das Projekt führt zudem Kemiras bestehende Kompetenzen in anorganischer Chemie, Eisenchemie und industrieller Maßstabsvergrößerung in die Batteriematerialproduktion ein. Die vorhandene technologische Basis des Unternehmens umfasst die Produktion eisenbasierter Chemikalien sowie die Prozessentwicklungskapazität für die Vergrößerung von der Laborforschung zur industriellen Fertigung; die neue Pilotanlage in Helsingborg wendet diese Produktions- und Prozessfähigkeiten auf die Entwicklung von Eisenphosphatmaterial an. Der weitere Kommerzialisierungspfad wird weiterhin durch die Kundenqualifizierung und die Ergebnisse der Pilotprozessvalidierung bestimmt.
Das Eisenphosphat-Pilotmaterial wird in die Kundenvalidierungsphase für Vorläufer-Kathodenaktivmaterial (pCAM) eintreten. In der offiziellen Ankündigung führt Kemira Eisenphosphat als chemischen Vorläufer für die Produktion von Lithium-Eisenphosphat-Batterien auf und stellt klar, dass diese Pilotproduktion auf Batteriematerialkunden im westlichen Markt ausgerichtet ist. Die derzeit öffentlich verfügbaren Unterlagen offenbaren keine bereits unterzeichneten Kundennamen, Probenliefermengen, Qualifizierungszeiträume oder Zeitpläne für erste Kundentests.
Aus der Projektzeitleiste geht hervor, dass Kemira zuvor die Eisenphosphat-Entwicklung im Labormaßstab abgeschlossen und am 8. September die Pilotproduktion in Helsingborg offiziell gestartet hat; in der Pilotphase werden die Produktqualifizierung und die Validierung des Fertigungsverfahrens fortgesetzt. Sofern die entsprechenden Qualifizierungs- und Marktbedingungen erfüllt sind, wird das Unternehmen in der nächsten Phase eine Investition in die kommerzielle Produktion bewerten, einschließlich Anlagengröße, Standort und Kapazitätskonfiguration der kommerziellen Anlage. Offiziell wurden bislang weder die Auslegungskapazität der Pilotanlage, die Investitionssumme, die Anzahl der Reaktoren, die Produktionsgröße pro Charge, die geplante Kapazität der kommerziellen Anlage noch der voraussichtliche Produktionsstart bekannt gegeben.
Helsingborg ist auch ein bestehender Kemira-Chemieproduktionsstandort in Schweden. An diesem Standort wurden bereits Produktionsaktivitäten für anorganische Chemikalien wie Eisensalze und Aluminiumsalze durchgeführt, und es besteht eine Grundlage für die Entwicklung phosphorbezogener Chemie und industrieller Verfahren; die neue Eisenphosphat-Pilotanlage nutzt direkt den bestehenden Standort, um die Validierung der neuen Materialproduktion voranzutreiben. Kemira hat zuvor in Helsingborg auch industrielle Projekte zur Phosphorrückgewinnung vorangetrieben, die mit dem aktuellen Eisenphosphat-Projekt standortmäßig verbunden sind, jedoch unterschiedliche Verfahren und unterschiedliche Projekte darstellen.
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