Kasachstan verhandelt mit potenziellen Lieferanten über den Bau eines zweiten Kernkraftwerks

2026-09-17 17:52
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de.wedoany.com-Bericht: Der stellvertretende Vorsitzende der Atomenergiebehörde Kasachstans, Gumar Sergazin, erklärte auf der 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), dass Kasachstan derzeit aktiv mit potenziellen Lieferanten über den Bau eines zweiten Kernkraftwerks im Land verhandelt.

In seiner Rede betonte Sergazin, dass Kasachstan im Rahmen der Umsetzung des nationalen Nuklearprogramms nicht nur die Vorbereitungen für den Bau des ersten Kernkraftwerks treffe, sondern auch mit potenziellen Partnern über die Planung eines zweiten Kernkraftwerks verhandele.

Sergazin wies darauf hin, dass der Präsident Kasachstans, Kassym-Jomart Tokajew, im April 2026 die nationale Strategie für die Entwicklung der Atomindustrie bis 2050 genehmigt habe, die die zentrale Grundlage für die Schaffung eines modernen nuklearen Industrieclusters bilde.

Gemäß dieser Entwicklungsstrategie wird dieser Cluster im Rahmen des nationalen Nuklearprogramms die Bereiche Energie, Industrie, Wissenschaft, Bildung sowie Hightech-Produktion tiefgreifend integrieren.

Was das erste Kernkraftwerk betrifft, so hat Kasachstan es „Balkhash" genannt; das Projekt befindet sich am Ufer des gleichnamigen Sees im Süden des Landes, wobei die russische Staatliche Atomenergiegesellschaft (Rosatom) als Konsortialführer für den Bau fungiert.

Auf dem soeben zu Ende gegangenen Östlichen Wirtschaftsforum (EEF) unterzeichneten Rosatom und das Unternehmen „Kasachisches Kernkraftwerk" am 3. September offiziell den Bauvertrag für das Kernkraftwerk Balkhash mit zwei Blöcken und einer Gesamtkapazität von 2400 Megawatt.

Das Projekt befindet sich in der Nähe des Dorfes Ulken in der Region Almaty, soll voraussichtlich 2027 offiziell baubeginnen und ist für die Fertigstellung und Inbetriebnahme im Jahr 2037 geplant.

Das geplante zweite Kernkraftwerk soll „Moyynkum" heißen und in der Nähe des ersten Kernkraftwerks errichtet werden; zuvor wurden chinesische Unternehmen als potenzielle Partner in Betracht gezogen, doch bisher hat die Regierung noch keine konkreten Bauvereinbarungen veröffentlicht. Darüber hinaus ist auch der Standort des dritten geplanten Kernkraftwerks in Kasachstan noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden.

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