Kanadisches Unternehmen CURA sichert sich 10 Millionen US-Dollar Finanzierung zur Förderung der Dekarbonisierungstechnologie für Zement
de.wedoany.com-Bericht: Am 17. September schloss das kanadische Klimatech-Unternehmen CURA Climate eine Finanzierungsrunde über 10 Millionen US-Dollar ab, angeführt von Zacua Ventures, unter Beteiligung von Sandpiper Ventures, Amplify Capital und Vantage Futures. Die Mittel dieser Runde sollen für den Bau und die Inbetriebnahme einer Pilotanlage zur Dekarbonisierung von Zement mit einer Jahreskapazität von 100 Tonnen verwendet werden. Gleichzeitig soll das Front-End-Engineering-Design für eine kommerzielle Demonstrationsanlage mit einer Jahreskapazität von 30.000 Tonnen durchgeführt und das technische Team erweitert werden.

Die Pilotanlage mit einer Kapazität von 100 Tonnen pro Jahr soll in Taber, Alberta, Kanada, errichtet werden und von CURA in Zusammenarbeit mit Grand Forks Concrete vorangetrieben werden. Die auf der CURA-Website aufgeführte technologische Roadmap zeigt, dass die Anlage im Dezember 2026 in Betrieb gehen soll; das Unternehmen hatte bereits im Juli 2026 eine Mini-Pilotanlage mit einer Kapazität von 5 Kilogramm pro Tag in Betrieb genommen.
CURA entwickelt ein elektrochemisches Zementherstellungsverfahren. Das System erzeugt zunächst durch Wasserelektrolyse Säure und Base, behandelt dann Kalkstein mit Säure, um Calciumionen von Kohlendioxid zu trennen, und erzeugt anschließend durch eine Basenreaktion gelöschten Kalk, der schließlich als Rohstoff in den nachfolgenden Zementklinkerproduktionsprozess eingeht. Das Kern-Elektrolysesystem nutzt die von CURA selbst entwickelte CURALYTE-Elektrolytplattform.
Die Technologie zielt auf das bei der Kalksteinverbrennung entstehende Prozesskohlendioxid ab, trennt es am Ofeneingang ab und erzeugt einen konzentrierten Kohlendioxidstrom für die spätere Nutzung oder Speicherung. Die von CURA veröffentlichten Ergebnisse einer Ökobilanzierung durch Dritte zeigen, dass der Technologiepfad die Kohlenstoffemissionen der Zementproduktion um bis zu etwa 85 % senken kann.
CURA hat bereits mit BBA Engineering das Konzeptdesign für eine kommerzielle Demonstrationsanlage durchgeführt und plant, mit den Mitteln dieser Runde das Front-End-Engineering-Design für eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 30.000 Tonnen weiter voranzutreiben. Das Unternehmen hat zuvor auch Absichtserklärungen mit Aecon und Acciona unterzeichnet und Grand Forks Concrete als Partner für die Pilot- und Demonstrationsphase benannt.
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