Der deutsche Entwickler erneuerbarer Energien Schoenergie baut sein erstes Batteriespeichersystem (BESS) im Großanlagenmaßstab. Es wird mit einem 20-MW-Solarkraftwerk gekoppelt und soll im Oktober in Betrieb gehen. Der 21-MW/55-MWh-Energiespeicher ist ein zentraler Bestandteil des Forschungsprogramms „SUREVIVE“, das die Stabilisierungsfunktion von Batteriespeichern unter realen Netzbedingungen testet.

Volker Schöller, Chief Technology Officer von Schoenergie, sagte: „Moderne Batteriesysteme müssen über die reine Energiespeicherung hinausgehen und über Netzbildungs-, Netzstützungs- und Schwarzstartfähigkeiten verfügen.“ Das Projekt nutzt Lithium-Eisenphosphat-Batterien des chinesischen Unternehmens Hithium. Das Projektteam hat die Abnahmeprüfung im Werk Xiamen abgeschlossen. Das Batteriespeichersystem ist innovativ konzipiert und bietet Platz für Photovoltaikanlagen auf dem Batteriebehälter. Dies verbessert nicht nur die Energiebilanz, sondern unterstützt auch die Batteriekühlung.
Die Forschung wird von Schoenergie in Zusammenarbeit mit Westnetz Grid, der Universität Stuttgart und dem Fraunhofer-Institut für Solarenergie durchgeführt. Die Partner konzentrieren sich auf die Analyse der Schlüsselrolle von Batteriespeichersystemen für die Netzstabilität, einschließlich Stresstests, Systeminteraktionsforschung und der Überprüfung der Netzfunktionalität von Wechselrichtern. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert, und die Forschungsergebnisse dienen als Referenz für die Gestaltung zukünftiger Energiespeicherprojekte und die Formulierung politischer Maßnahmen.









