Der russische staatliche Atomkonzern Rosatom hat die erste Entwurfsphase des Flüssigsalzreaktor-Prototyps abgeschlossen. Der vorläufige Entwurf soll im Februar 2024 veröffentlicht werden. Die Phase, die unter der wissenschaftlichen Aufsicht des Kurchatov-Instituts durchgeführt wurde, umfasste die Entwicklung von Konstruktionsunterlagen, eine Übersicht über die Komponenten des Kernkraftwerks und die Vorbereitung des ersten Brennstoffsystems. „Wir haben außerdem eine kurze Beschreibung des Designs der Kernkraftwerkskomponenten und des ersten Brennstoffaufbereitungssystems erstellt und die Hauptmerkmale des Kernbrennstoffs und der Anlagenkomponenten dargelegt“, erklärte Rosatom. Diese Details werden die Umweltverträglichkeitsprüfung und den vorläufigen Sicherheitsbericht unterstützen.

Das Projekt ist Teil der Initiative der Russischen Föderation zur Förderung neuer Materialien und Technologien für Energiesysteme und soll bis 2027 laufen. In der nächsten Phase liegt der Schwerpunkt auf der technischen Auslegung des Reaktors und des Brennstoffaufbereitungskomplexes. Der Prototyp soll 2031 in Betrieb gehen und die zirkulierende Salzschmelze nutzen, die die Effizienz des Kernbrennstoffkreislaufs steigern soll. Rosatom betonte, dass laufende Forschungen technische Lösungen prüfen und die Technologie nach dem Start skalieren sollen.
Dmitri Kolupajew, Generaldirektor der Bergbau- und Chemieunion, betonte das Potenzial der Technologie: „Die erfolgreiche Umsetzung dieser Technologie wird unter anderem die Menge des zu isolierenden Abfalls und dessen Lagerzeit reduzieren. Sie wird künftig die Grundlage für die Entwicklung leistungsstärkerer Flüssigsalzreaktoren legen, die in der Lage sind, die gefährlichsten Bestandteile aller in thermischen Reaktoren produzierten Kernbrennstoffe zu verarbeiten.“ Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Auswirkungen von Atommüll auf die Umwelt zu minimieren.
Durch die Entwicklung einer Flüssigsalzreaktortechnologie möchte Rosatom die Abfallwirtschaft verbessern und den Weg für effizientere und umweltfreundlichere Kernenergielösungen ebnen.









