Am 19. Januar gab das australische Unternehmen Syrah Resources bekannt, dass es mit dem US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Tesla eine dritte Verlängerung der Frist für die Erfüllung von Verpflichtungen im Rahmen des Graphit-Liefervertrags vereinbart hat. Die neue Frist wurde auf den 16. März 2026 festgelegt, vorbehaltlich der Genehmigung durch das US-Energieministerium. Die Erfüllung dieses Graphit-Liefervertrags ist für den Betrieb der Syrah-Anlage in Vidalia, Louisiana, von entscheidender Bedeutung.
Gemäß dem im Jahr 2021 unterzeichneten Vertrag muss Syrah Resources Tesla innerhalb von vier Jahren jährlich 8.000 Tonnen Graphit liefern. Dieser Vertrag ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von Syrah, sich als bedeutender Lieferant von Nicht-China-Graphit für den US-Markt zu etablieren. Tesla hatte im Juli 2025 eine Mitteilung herausgegeben, in der es feststellte, dass Syrah es versäumt hatte, technisch konforme Proben von aktivem Anodenmaterial aus seiner Vidalia-Anlage zu liefern. Dies ist das dritte Mal, dass die Parteien die betreffenden Fristen verschoben haben.
Syrah Resources erklärte in einer Stellungnahme: „Obwohl Syrah nicht anerkennt, dass es den Abnahmevertrag verletzt hat, haben beide Parteien die Endfrist auf den 16. März 2026 verlängert und arbeiten eng zusammen, um die Angelegenheit zu klären.“ Die Vidalia-Anlage ist eine der wenigen großen, vertikal integrierten Produktionsstätten für aktives Anodenmaterial außerhalb Chinas und bietet eine Diversifizierungsoption für die Batterielieferkette. Gemäß dem Vertrag behält sich Tesla das Recht vor, den Graphit-Liefervertrag zu kündigen, falls das von Syrah bis zum 9. Februar 2026 gelieferte Material weiterhin nicht den Spezifikationen entspricht.
Nach Bekanntgabe der Nachricht fiel die Aktie von Syrah Resources im frühen Handel am 19. Januar um 6,6 % auf 0,285 Australische Dollar und erreichte damit ein nahezu einmonatiges Tief. Gleichzeitig stieg der australische Bergbauindex um 0,6 %.









