Die japanische Organisation für die Entwicklung neuer Energien und industrieller Technologien (NEDO) hat kürzlich ein Konsortium japanischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Teilnahme an einer Machbarkeitsstudie ausgewählt, die sich auf neuartige Lösungen zur Lagerung und zum Transport von Ammoniak konzentriert. Das Konsortium, zu dem ClassNK, IHI Corporation, JFE Steel Corporation, die Universität Tohoku und das Tokyo Institute of Science gehören, möchte die Entwicklung eines Tools zur Bewertung der Wahrscheinlichkeit von Spannungsrisskorrosion (SCC) in Ammoniak-Lagertanks und -Transportausrüstung vorantreiben.

ClassNK gab bekannt, dass die Initiative des Konsortiums im Mai dieses Jahres genehmigt und die Outsourcing-Vereinbarung mit NEDO kürzlich abgeschlossen wurde. Zunächst wird sich das Team mit den Mechanismen der Spannungsrisskorrosion (SCC) in Stahl unter der kombinierten Wirkung von mechanischer Spannung und flüssiger Ammoniakkorrosion befassen. ClassNK wird Kernforschung betreiben, wobei der Schwerpunkt auf den SCC-Mechanismen von flüssigem Ammoniak und den tatsächlichen Betriebsbedingungen von Schiffs-Ammoniak-Transportausrüstung liegt. ClassNK wird außerdem Langzeit-SCC-Tests durchführen und Bewertungsinstrumente entwickeln. Die Forschungsergebnisse werden in die veröffentlichten Richtlinien einfließen.
In der Endphase des Projekts erklärte ClassNK, dass es die Beteiligten bei der Entwicklung risikobasierter Wartungsverfahren für Ammoniak-Lager- und Transportanlagen sowie Schiffskraftstofftanks unterstützen werde, um die breitere Nutzung von Ammoniak als Kraftstoffquelle zu fördern. Obwohl Ammoniak, ein CO2-freier Kraftstoff, mit Herausforderungen wie Toxizität und Entflammbarkeit konfrontiert ist, gilt es als Schlüsselfaktor für das Erreichen von Netto-Null-Emissionen und zeigt insbesondere als umweltschonender Kraftstoff in der Schifffahrtsindustrie und in Wärmekraftwerken Potenzial.
Daher ist der sichere Betrieb von Ammoniak-Lagertanks und -Transportanlagen besonders wichtig. Angesichts der Gefahr von Spannungsrisskorrosion an Stahl durch flüssiges Ammoniak ist die Entwicklung eines soliden Inspektions- und Wartungsbewertungsverfahrens unerlässlich. Erwähnenswert ist, dass ClassNK Mitte Mai dieses Jahres neue Richtlinien für die sichere Verwendung und Handhabung von Ammoniak als Schiffskraftstoff an Bord veröffentlicht hat. Diese Richtlinien, die die Sicherheit der Seeleute in den Vordergrund stellen, decken Standardverfahren wie Maßnahmen zur Reaktion auf Ammoniaklecks, persönliche Schutzausrüstung und Anforderungen an die Notfallausrüstung ab.









