Das Robotik-Unternehmen EK Robotics hat vorläufige Insolvenz angemeldet und sucht Investoren.
2025-08-08 11:01
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Das Hamburger Unternehmen EK Robotics ist auf die Herstellung fahrerloser Transportsysteme und autonomer mobiler Roboter spezialisiert. Seine Roboter finden breite Anwendung in Branchen wie der Getränkeherstellung, der Automobilindustrie und Krankenhäusern. Das inhabergeführte Familienunternehmen ist jedoch zuletzt aufgrund von Verlusten aus einem Großauftrag in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Hamburg ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt.

Das Unternehmen wird in Eigenverwaltung nachhaltig saniert. Der Betrieb wird uneingeschränkt fortgeführt. „Wir sehen die Eigenverwaltung als Chance, aus eigener Kraft tragfähige Lösungen zu entwickeln, die es EK Robotics ermöglichen, gestärkt aus der schwierigen Situation hervorzugehen und wieder erfolgreich am Markt zu agieren“, so Geschäftsführer Andreas Lindemann.

Parallel zur Eigenverwaltung hat das Unternehmen einen strukturierten Investorenprozess eingeleitet, um weitere strategische Optionen für zukünftiges Wachstum zu prüfen und umzusetzen. Medienberichten zufolge haben bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren begonnen.

Ein Team um Frank Schäffler hat den Logistikspezialisten präventiv beraten und wird EK Robotics im Eigenverwaltungsverfahren rechtlich begleiten. Schäffler zählt zu den führenden deutschen Anwälten im Bereich Restrukturierung und Sanierung. Zuletzt begleitete er die Restrukturierung des deutschen Batteriekonzerns Varta.

Jochen Sedlitz nimmt als Generalbevollmächtigter des Unternehmens an der Eigenverwaltung teil. „Bedeutende Gläubiger, darunter Bürgen und Garantieversicherungen, haben ihre Bereitschaft erklärt, im Gläubigerausschuss mitzuwirken und den Sanierungsprozess so konstruktiv zu begleiten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Frank Schäffler zeigte sich zuversichtlich, die Sanierung des Unternehmens wie geplant bis zum Jahresende abschließen zu können. „Die Bereitschaft der wichtigsten Gläubiger, dieses Verfahren zu unterstützen, ist ein sehr positives Zeichen“, betonte Schäffler. Er sieht in der Eigenverwaltung eine klare Chance für das Unternehmen.

Geschäftsführer Jochen Sedlitz ergänzte: „Angesichts der positiven Rahmenbedingungen sind wir sehr zuversichtlich, das Unternehmen in kurzer Zeit nachhaltig sanieren und die Arbeitsplätze erhalten zu können.“

EK Robotics ist einer der weltweit führenden Hersteller und Systemintegratoren von Hightech-Transportrobotern mit breitem Einsatzbereich in der Produktions- und Lagerlogistik. An fünf Produktionsstandorten in Hamburg (Hauptsitz), Reutlingen (Deutschland), Sesto San Giovanni (Italien), Pruhonice-Cestriice (Tschechien) und Buckingham (Großbritannien) entwickeln und produzieren rund 350 Mitarbeiter intelligente, vernetzte und flexible Transportlösungen für den vollautomatisierten innerbetrieblichen Materialfluss. Die internationalen Tochtergesellschaften der EK Robotics Gruppe sind von diesem Vorgehen jedoch nicht betroffen.

Das Unternehmen verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Planung, Entwicklung, Herstellung und schlüsselfertigen Lieferung von fahrerlosen Transportsystemen und ist ein führender Akteur in dieser sich schnell entwickelnden Branche. Laut Geschäftsbericht verzeichnete das Unternehmen im Jahr 2023 jedoch einen Verlust von rund 7,5 Millionen Euro. Im Jahr 2022 erzielte es einen kleinen Gewinn von rund 433.000 Euro.

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