Die griechische Younis Energy Group kündigte an, grünen Wasserstoff mithilfe von erneuerbarer Energie aus Ägypten zu produzieren und so die Nutzung sauberer Energie in Griechenland und den Nachbarländern zu fördern. Der Plan basiert auf dem laufenden Stromverbundprojekt zwischen Griechenland und Afrika und soll jährlich 32.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.

George Pechilivanoglu, General Manager der Younis Group, sagte, der Plan ziele darauf ab, die reichlich vorhandenen Solarressourcen optimal zu nutzen. „Wenn Ägypten einen Höhepunkt der Solarstromerzeugung erlebt, passiert dasselbe auf Kreta oder Zypern. Das bedeutet, dass jedes Projekt, das Energie exportiert, anstatt sie lokal zu nutzen, vor großen Herausforderungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit steht.“ Durch die Produktion von grünem Wasserstoff kann überschüssige erneuerbare Energie in eine Energieform umgewandelt werden, die sich leichter speichern und transportieren lässt.
Die Younis Group betreibt derzeit einen 5-Megawatt-Pilot-Elektrolyseur auf Kreta, der jährlich 500 Tonnen Wasserstoff produziert. Die Fertigstellung des Stromverbundprojekts Griechenland-Afrika wird die nötige Energie für die groß angelegte Produktion von grünem Wasserstoff liefern. Pecilivanoglu gab bekannt, dass sich das Projekt im Genehmigungsverfahren befindet und mit einem internationalen strategischen Konsortium über die nächsten Schritte verhandelt wird. Der produzierte grüne Wasserstoff wird in erster Linie die griechische Chemie- und Pharmaindustrie versorgen und über das nationale Erdgasnetz in andere europäische Märkte exportiert werden.
Neben dem Wasserstoffprojekt entwickelt die Younis Group auch ein 225 MW/1.350 MWh starkes Energiespeicherkraftwerk im Nordwesten Griechenlands. Dieses Lithium-Ionen-Batterieprojekt soll an das Stromnetz angeschlossen werden und Netzstabilisierungsdienste für Griechenland und die Nachbarländer, darunter den Balkan und Italien, bereitstellen. Pecilivanoglu erklärte, das Projekt sei „ausgereift“ und „baureif“ und rechne bis Ende 2025 mit einer Entscheidung der EU über den konkreten Finanzierungsmechanismus.









