ExxonMobil gab bekannt, seine Ethylenanlage im schottischen Fife im Februar 2026 zu schließen. Das Unternehmen begründete die Schließung mit steigenden Betriebskosten, veränderten Marktbedingungen und der lokalen Wirtschaftspolitik, die die Anlage unrentabel gemacht habe.

Die Ethylenanlage in Cordenbeth ist seit vierzig Jahren in Betrieb. In einer Erklärung merkte ExxonMobil an: „Die Ethylenanlage in Fife war 40 Jahre lang ein Eckpfeiler der britischen Chemieproduktion. Ihre Schließung spiegelt die Herausforderungen eines politischen Umfelds wider, das den Wegfall wichtiger Industriezweige, der heimischen Produktion und der damit verbundenen hochwertigen Arbeitsplätze beschleunigt.“ Die Schließung betrifft direkt 179 Festangestellte und rund 250 Vertragsarbeiter. 50 Mitarbeiter werden möglicherweise dem Petrochemiekomplex Forre zugeteilt.
Die europäische Chemieindustrie steht seit einigen Jahren unter dem doppelten Druck steigender Energiekosten und einer veralteten Infrastruktur. Nachdem ExxonMobil verschiedene Optionen für den Weiterbetrieb geprüft und keinen potenziellen Käufer gefunden hatte, entschied sich das Unternehmen schließlich für die Schließung des Werks. Die Schließung dieser Ethylenanlage wird die britische Chemieindustrielandschaft weiter verändern.
Diese Stilllegung ist Teil eines umfassenderen Abbaus der Raffineriekapazitäten in Europa. Anfang des Jahres stellte die Raffinerie in Grangermouth, Schottland, die Rohölverarbeitung ein, und die britische Raffinerie in Lindsay soll im Juli schließen, nachdem sich kein Käufer gefunden hat. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich Europas energieintensive Industrien in einem Strukturwandel befinden.









