Die TX-1-Anlage von TRISO-X in Oak Ridge, Tennessee, hat offiziell mit der vertikalen Bauphase begonnen, genauer gesagt mit der Errichtung des oberirdischen Hauptgebäudes. Als erste Anlage in den USA, die sich der Brennstoffproduktion für fortschrittliche kleine modulare Reaktoren (SMRs) widmet, wird TX-1 den von X-energy entwickelten Tri-Structure Isotropic (TRISO)-Brennstoff herstellen und damit einen entscheidenden Beitrag zum Einsatz von Xe-100-Reaktoren leisten. Nach Fertigstellung wird die Anlage die erste von der US-Atomaufsichtsbehörde (NRC) zugelassene Brennstoffproduktionsanlage der Klasse II sein und voraussichtlich eine Jahreskapazität für bis zu elf Xe-100-Reaktoren aufweisen.

Der Projektauftragnehmer, die Clark Construction Group, unterzeichnete im August einen Vertrag über 48,2 Millionen US-Dollar für die Fertigstellung des 214.812 Quadratfuß großen Kern- und Rumpfbaus. Das US-Energieministerium stellt über das Advanced Reactor Demonstration Program (ARDP) bis zu 50 % der Kostenbeteiligung bereit und hat zusätzliche 30 Millionen US-Dollar für die frühzeitige Beschaffung von Ausrüstung mit langen Lieferzeiten bewilligt, um den Baufortschritt sicherzustellen. TRISO-X-Präsident Joel Doolin erklärte: „Der Beginn des Hochbaus ist ein bedeutender Meilenstein für die Energiewende hin zur Kernenergie, und das Team strebt an, dieses Projekt innerhalb weniger Jahre, nicht Jahrzehnte, abzuschließen.“ Die Brennstoffanlage TX-1 ist für die jährliche Produktion von 5 Tonnen Uran bzw. 700.000 TRISO-Brennstoffpellets ausgelegt. Der produzierte Brennstoff wird zunächst im Xe-100-Reaktor im Werk Seadrift von X-energy eingesetzt, einem Gemeinschaftsprojekt mit Dow Chemical. Derzeit nutzt das US-amerikanische Kernbrennstoffproduktionssystem hauptsächlich Anlagen der Kategorien III (Verarbeitung von niedrig angereichertem Uran) und I (Produktion von hoch angereichertem Uran), während das für SMR benötigte hoch angereicherte niedrig angereicherte Uran (HALEU) in Anlagen der Kategorie II produziert werden muss. Die NRC hat von mehreren Unternehmen Anträge für den Bau von Brennstoffanlagen der Kategorie II erhalten.









