Das Moskauer Institut für Ingenieurphysik der Nationalen Forschungsuniversität für Nuklearenergie (MEPhI) hat ein Umschulungsprogramm im Fach „Medizinphysik“ angekündigt. Es bietet eine vier Monate (576 Stunden) umfassende, zielgerichtete Ausbildung für Fachkräfte mit Hintergrund in Physik oder Ingenieurwesen. Das Programm richtet sich hauptsächlich an Onkologiezentren, große Kliniken und Diagnoseeinrichtungen und wird in Fernlehre mit Abendveranstaltungen durchgeführt. Es zielt darauf ab, den dringenden Bedarf des Marktes an qualifiziertem Medizinphysik-Personal zu decken.
Der Lehrplan umfasst Anatomie und Physiologie, Strahlenbiologie, Strahlenschutz, Nuklearmedizin sowie die Anwendung von Diagnosegeräten wie MRT und CT. Ein besonderer Fokus liegt auf Dosimetrie und der Planung von Strahlentherapien, wobei aktuelle Geräte in russischen medizinischen Zentren und die neuesten nationalen Forschungsergebnisse einbezogen werden. Laut dem Leiter der Abteilung für Medizinphysik der Universität ist die Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich hoch, die Beschäftigungsquote der Absolventen liege bei fast 100 %.
Nach Abschluss der Umschulung können die Teilnehmer im Medizinphysik-Zentrum des MEPhI eine erste berufliche Zertifizierung für die Position des „Medizinphysikers“ beantragen, was ihre Karrierewege in medizinischen Einrichtungen weiter ausbaut. Durch systematische Schulung zielt das Programm darauf ab, dem Bereich der Medizinphysik Fachkräfte zuzuführen, die über Kompetenzen im Umgang mit moderner Gerätetechnik und in der Planung von Strahlentherapien verfügen.









