Das griechische Energie- und Bergbauunternehmen METLEN hat mit dem italienischen Stahlproduzenten Acciaieria Arvedi und dem staatlichen Energieunternehmen Gestore Servizi Energetici (GSE) eine Vereinbarung im Rahmen des italienischen „Energy Release 2.0“-Programms getroffen. Gemäß der Vereinbarung wird METLEN innerhalb der nächsten drei Jahre in Italien 170 MW an Solarleistung in Betrieb nehmen und von GSE eine feste Vergütung von 65 Euro pro Megawattstunde erhalten. Acciaieria Arvedi fungiert als Abnehmer und wird während der Vertragslaufzeit etwa 2,4 Terawattstunden Solarstrom erwerben.
Das Programm „Energy Release 2.0“ wurde Ende 2024 von GSE eingeführt und zielt darauf ab, energieintensive Verbraucher wie die Stahlherstellung in das Abnahmesystem für neu errichtete Kapazitäten für erneuerbare Energien einzubinden. Das Programm umfasst Mechanismen wie FERX-Auktionen, über die bis Dezember 2025 bereits mehr als 7 GW an Solarleistung zugeteilt wurden.
Die Marktanalyseagentur Pexapark erklärt, dass der feste Tarifmechanismus dieser Transaktion den Beteiligten helfe, das häufige Problem mangelnder Preisübereinstimmung in europäischen Stromabnahmeverträgen (PPAs) zu umgehen. Die Ankündigung der Transaktion erfolgte während der letzten Woche in London stattfindenden Solar Finance & Investment Europe Conference. Die Teilnehmer waren der Ansicht, dass sich die Finanzierungslandschaft für erneuerbare Energien in Europa zunehmend komplex gestalte, traditionelle bilaterale Stromabnahmeverträge (PPAs) an Anpassungsfähigkeit verlören und multilaterale Abnahmemodelle wie „Energy Release 2.0“ besser zur aktuellen Marktstruktur passten.
Diese Zusammenarbeit stellt einen neuen Schritt von METLEN im Bereich der Solarentwicklung in Italien dar und ist ein typisches Beispiel für die direkte Bindung neuer Stromerzeugungskapazitäten an energieintensive Unternehmen im Rahmen des „Energy Release 2.0“-Programms.









