Deutsche Forschung enthüllt den Mechanismus, mit dem die Rohrzikade Pflanzenkrankheiten überträgt
2025-11-24 10:59
Quelle:Max-Planck-Gesellschaft
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Eine gemeinsame Studie des Max-Planck-Instituts für Chemische Ökologie in Jena und des Fraunhofer-Instituts in Gießen hat herausgefunden, dass die Rohrzikade Pflanzenkrankheiten durch verschiedene bakterielle Symbionten in ihrem Körper überträgt. Die Forschung zeigt, wie sich dieses Insekt von einem monophasischen Fresser zu einem landwirtschaftlichen Schädling entwickelt hat, der Nutzpflanzen wie Zuckerrüben und Kartoffeln schädigt.

Das Forschungsteam identifizierte mithilfe von Genomsequenzierung sieben bakterielle Symbionten in der Rohrzikade. Projektleiter Heiko Vogel erklärte: „Die Zikade scheint vollständig auf drei dieser Bakterien angewiesen zu sein. Diese symbiotischen Bakterien leben in bestimmten Organen und werden mit den Eiern an die nächste Generation weitergegeben.“ Zwei der pathogenen Bakterien verursachen Zuckermangelsyndrom in Zuckerrüben bzw. Ausläuferkrankheit in Kartoffeln, während die übrigen bakteriellen Symbionten am Nährstoffstoffwechsel des Insekts beteiligt sind.

Forscher untersuchen neue Methoden zur Bekämpfung dieser bakteriellen Symbionten. Experten des Fraunhofer-Instituts erklärten: „Wir entwickeln dsRNA-basierte Sprays zur umweltschonenden Bekämpfung von Rohrzikaden.“ Weitere Forschungen zu den Interaktionsmechanismen bakterieller Symbionten werden neue Erkenntnisse für die Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft liefern.

Weitere Informationen: Heiko Vogel et al., „Emerging Pest Pentastiridius leporinus Inhabits a Multi-Partner Symbiotic Community“, mBio (2025). Zeitschrifteninformationen: mBio

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