Ein aktueller Feldtest von Schweizer Forschern belegt, dass kabelloses Laden Elektrofahrzeugen eine mit herkömmlichem kabelgebundenem Laden vergleichbare Ladeeffizienz bietet und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit deutlich verbessert. Das Projekt INLADE war eine Kooperation zwischen der SMITT und Institutionen wie dem Energieunternehmen Eniwa AG.

Ziel des Projekts war es, die Anwendung von kabelloser induktiver Ladetechnologie im Alltag zu testen und zu fördern. Das Forschungsteam modifizierte bestehende Elektrofahrzeuge, indem es Empfangsspulen hinzufügte und diese in das Ladesystem integrierte. Matthias Huber von der SMITT erklärte: „Unser Ziel ist es, bestehende Technologien im Alltag zu testen, technische und regulatorische Fragen zu klären und ihr Potenzial für die Energiewende aufzuzeigen.“
In der Praxis parkt der Fahrer das Fahrzeug auf einer im Boden eingelassenen Ladefläche. Das System überträgt die Energie über Magnetfelder, wodurch das Ein- und Ausstecken von Kabeln entfällt. Ein Display leitet das Fahrzeug zur optimalen Parkposition, und das System erkennt automatisch Hindernisse zwischen den Spulen, um die Sicherheit beim Laden zu gewährleisten. Nach umfassenden Prüfungen der elektromagnetischen Verträglichkeit und Sicherheitsüberprüfung wurden die Testfahrzeuge für den Straßenverkehr in der Schweiz zugelassen.
Die Tests wurden auf einem Mobilitätsdemonstrationsgelände in Dübendorf unter verschiedenen realen Bedingungen durchgeführt, darunter Schnee, Regen, niedrige Temperaturen und Abweichungen beim Parken. Die Ergebnisse zeigten, dass die drahtlose Ladetechnologie eine stabile Ladeeffizienz von rund 90 % beibehielt, vergleichbar mit herkömmlichen Ladesystemen. Huber fasste zusammen: „Diese Technologie ist in der Praxis sehr zuverlässig und bietet eine mit herkömmlichen Ladesystemen vergleichbare Effizienz.“
Die Forscher wiesen darauf hin, dass Elektrofahrzeuge, da sie die meiste Zeit geparkt sind, durch eine automatische Verbindung mit dem Stromnetz per drahtloser Ladung potenziell als mobile Energiespeicher dienen und so zur Netzstabilität beitragen könnten. Diese automatische Verbindungsmethode ebnet zudem den Weg für zukünftiges bidirektionales Laden.














