Die NASA-Mission „Artemis II“ schreitet planmäßig voran und sieht einen bemannten Mondumrundungsflug vor, um Schlüsselsysteme für die nachfolgenden Mondlandemissionen zu testen. Am 17. Januar 2026 wurde der kombinierte Raketen- und Raumschiff-Stack zum Startplatz im Kennedy Space Center in Florida transportiert.

Der transportierte Stack aus Space Launch System-Rakete und Orion-Raumschiff ist fast so hoch wie ein Fußballfeld. Seine langsame Bewegung steht im Kontrast zu der Geschwindigkeit von über 22.000 Meilen pro Stunde, die bei einem zukünftigen Start erreicht werden soll. Der Start der Mission ist derzeit für das Frühjahr 2026 geplant, wobei das mögliche Startfenster von März bis Ende April reichen könnte. Das Kernziel der Mission ist es, vier Astronauten in die Mondumlaufbahn zu bringen und die Zuverlässigkeit aller technischen Systeme in der Tiefraumumgebung umfassend zu validieren, um die Grundlage für die bemannte Mondlandung von „Artemis III“ zu legen.
Sollte die Mission erfolgreich sein, wäre dies die erste Rückkehr der Menschheit in die Nähe des Mondes seit der Apollo-17-Mission im Jahr 1972. Die Astronauten werden einen etwa zehntägigen Flug durchführen, die Rückseite des Mondes überfliegen und dann zur Erde zurückkehren, wo sie im Pazifischen Ozean wassern werden. Ein Planetengeologe kommentierte dies folgendermaßen: „Als Planetengeologe freue ich mich sehr darauf, dass die Menschheit endlich zum Mond zurückkehren und vor Ort auf dem Mond, dem Sprungbrett für den ersten menschlichen Verlassen der Erdumlaufbahn, Erkundungen durchführen kann.“
Die Entscheidung für eine Mondumrundung ohne Landung bei dieser Mission basiert auf Überlegungen zur Systemerprobung und Sicherheitsvalidierung. Ein Experte erklärte die Logik dahinter: „Wenn Sie den Mount Everest besteigen wollen, testen Sie zuerst Ihre Ausrüstung und stellen sicher, dass alles funktioniert, bevor Sie aufbrechen. So ist es auch mit der Mondlandung.“ Dieser Flug wird sich auf die Erprobung der brandneuen Space Launch System-Rakete und des Orion-Raumschiffs konzentrieren, die beide einer langjährigen Entwicklung unterlagen. Die Rakete führte 2022 erstmals die unbemannte Mondumrundungsmission „Artemis I“ durch.
Die Artemis-II-Mission hat auch einen einzigartigen wissenschaftlichen Beobachtungswert. Die Astronauten werden die ersten Menschen seit Jahrzehnten sein, die die Rückseite des Mondes mit eigenen Augen beobachten. Sie sind professionell geschult, um geologische Informationen in Echtzeit zu interpretieren, und ihre visuellen Beobachtungen werden die von Sonden wie dem Lunar Reconnaissance Orbiter gesammelten Daten ergänzen. Der nächste Schritt der Mission wird die endgültigen Systemchecks vor dem Start umfassen, einschließlich Betankungstests und der Validierung der Sicherheitssysteme, um sicherzustellen, dass alle Geräte vor dem Start in einwandfreiem Zustand sind.














