Professor Weihang Zhu, der an der University of Houston im Fachbereich Maschinenbau und Technologie lehrt, hat kürzlich eine Roadmap für die Sicherheit bei Offshore-Kranarbeiten veröffentlicht, die darauf abzielt, kritische Lücken in den internationalen Betriebsstandards zu identifizieren und zu schließen. Die Forschung zeigt, dass menschliche Faktoren für etwa 80 % der Offshore-Unfälle verantwortlich sind, während strukturelle Ausfälle weniger als 20 % ausmachen. Professor Zhu betont, dass die derzeitigen globalen Standards dieses Problem nicht durchgängig angehen.

Die Studie verglich die Kran-Sicherheitsstandards der drei Länder und identifizierte mehrere gemeinsame Bereiche. Global besteht ein hoher Konsens bei Wartungsverfahren, Handzeichen und Kommunikationsprotokollen, während bei den Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung, Personalrollen und Inspektionsintervallen eine mittlere Übereinstimmung beobachtet wurde. Es bleiben jedoch erhebliche Lücken in Bezug auf die Ausbildungstiefe, die Klassifizierung von Hebezeugen und die Personalqualifikation – die USA betonen strukturierte Zertifizierungszeitpläne, während das Vereinigte Königreich und Norwegen mehr Wert auf kontinuierliche Kompetenzentwicklung legen. Zhu sagt: „Unsere Forschung betrachtet diese Unterschiede nicht als Widersprüche, sondern als komplementäre Stärken, voneinander lernen zu können.“ Diese Roadmap zu menschlichen Faktoren ist das jüngste Ergebnis von Professor Zhus 15-jähriger Arbeit im Bereich der maritimen Sicherheit. Seine frühere Forschung bildete die Grundlage für zwei internationale Standards, ASTM F3256-17 und F3284-18.
Weitere Informationen: Autoren: Pratikshya Tiwari et al., Titel: „A Comparison of Crane Safety Standards: A Human Factors Perspective“, veröffentlicht in: IISE Transactions on Occupational Ergonomics and Human Factors (2026).















