Vitriform3D aus den USA kooperiert mit ORNL bei der Entwicklung der Binder-Jetting-Technologie
2026-05-13 13:48
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Das Start-up Vitriform3D aus Chicago hat in Zusammenarbeit mit dem Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des US-Energieministeriums ein Verfahren entwickelt, das mittels Binder-Jetting-Technologie Altglasflaschen in 3D-gedruckte Bauprodukte verwandelt. Bei diesem Verfahren wird Glaspulver mithilfe eines Roboterarms Schicht für Schicht aufgetragen, mit einem Bindemittel versehen und mit Tinte eingefärbt, bevor es abschließend in einem Ofen ausgehärtet wird. Das Endprodukt ist ein Kunststein, der zu 90–95 % aus recyceltem Glas und zu 5–10 % aus polymeren Bindemitteln besteht.

Vitriform3D begann ursprünglich als Studentenprojekt an der University of Tennessee. Die Mitbegründer Alex Stiles und Dustin Gilmer arbeiteten dabei mit dem ORNL-Forschungswissenschaftler Tomonori Saito und dem Institute for Advanced Composites Manufacturing Innovation (IACMI) zusammen. Im Jahr 2022 wurden die beiden in das Innovations-Crossroads-Programm des Energieministeriums am ORNL aufgenommen und erhielten eine zweijährige Förderung, Zugang zu wissenschaftlichem Fachwissen sowie Nutzungsmöglichkeiten der Manufacturing Demonstration Facility (MDF). Diese Phase umfasste die Anpassung der Druckersoftware, die Kalibrierung des Verhältnisses von Bindemittel zu Pulver sowie Tests zur Festigkeit und Oberflächenwirkung des Bindemittels.

3D-gedrucktes Bauprodukt aus recyceltem Glas

In der Folge wurde die Zusammenarbeit auf das Building Technologies Research and Integration Center des ORNL ausgeweitet, wobei sich der Arbeitsschwerpunkt auf recycelte Glasverkleidungen für Gebäudefassaden verlagerte. Nolan Hayes, Bauforscher am ORNL, erklärte: „Glas ist äußerst elastisch, langlebig und vielseitig. Es ist feuerfest und widersteht extremen Wetterbedingungen." Alex Stiles betreibt zudem ein unabhängiges Glasrecycling-Unternehmen namens Fourth & Glass, das bereits Zehntausende Pfund Glasflaschen von Einwohnern Knoxvilles gesammelt hat. Derzeit installiert er einen Drucker an der Lawrence Technological University in Detroit, um Architekturstudenten den direkten Zugang zu dieser Technologie zu ermöglichen. Stiles sagte: „Dies wird das erste Mal sein, dass Architekturstudenten das Anwendungspotenzial dieser Binder-Jetting-Technologie wirklich tiefgehend erforschen können. Das Projekt mit dem Oak Ridge National Laboratory konzentriert sich eher auf Möglichkeiten im industriellen Maßstab. Was wäre, wenn wir einen riesigen Drucker hätten, der Tausende Tonnen Glas in Wandpaneele verwandeln könnte? Aber eine Mikrofabrik wie die in Detroit kann sich auf kleinere Projekte konzentrieren. Mit ein paar Maschinen kann man auch Glasflaschen zu Sand zerkleinern und in neue Gegenstände verwandeln."

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com