Die in der Schweiz ansässige Europäische Finanzierungsgesellschaft für Eisenbahnmaterial (Eurofima) hat kürzlich eine überarbeitete Langzeitstrategie verabschiedet, die ihren Finanzierungsrahmen von Hauptstreckenzügen auf Straßenbahnen, U-Bahnen und Infrastrukturdienstfahrzeuge ausweitet. Der neue Rahmen ermöglicht eine direkte Zusammenarbeit mit regionalen und subnationalen Einrichtungen und verlängert die Rückzahlungsfristen über das Jahr 2056 hinaus, um europäischen städtischen und regionalen Verkehrsbehörden mehr erschwingliches langfristiges Kapital zur Verfügung zu stellen.
Der überarbeitete Rahmen führt strukturelle Veränderungen ein, die den Zugang zu Finanzierungen für öffentliche Verkehrsbetreiber erleichtern. Zu den förderfähigen Vermögenswerten gehören nun städtische Systeme wie Straßenbahnen und U-Bahnen, und es sind direkte Vereinbarungen mit regionalen Behörden möglich. Zu den wesentlichen Änderungen gehören die Verlängerung der Rückzahlungsfristen über 2056 hinaus, um sie an die lange Lebensdauer von Bahnanlagen anzupassen, sowie die Möglichkeit, auf der Grundlage einer Risikobewertung auf staatliche Garantieanforderungen zu verzichten.
Im Vergleich zu ähnlichen Finanzierungsprogrammen begegnet die Strategie von Eurofima den Herausforderungen der Kapitalinvestitionen, mit denen der städtische Verkehrssektor konfrontiert ist. So treibt beispielsweise die New Yorker Metropolitan Transportation Authority ihren Kapitalplan für 2025-2029 im Wert von 68 Milliarden US-Dollar voran, während Sound Transit in Seattle mit Finanzierungsengpässen zu kämpfen hat. Eurofimas Finanzierung über 2056 hinaus bietet eine größere Stabilität, die auf dem Markt für Kommunalanleihen oder in nationalen Finanzierungszyklen oft fehlt.
Durch die Öffnung der Finanzierung für Straßenbahnen und U-Bahnen wendet sich Eurofima dem stark wachsenden städtischen Verkehrssektor zu und unterstützt die EU-Ziele zur Dekarbonisierung. Die Verlängerung der Finanzierungsfristen trägt der generationenübergreifenden Lebensdauer von Bahnanlagen Rechnung und steht im Gegensatz zu kurzfristigen Schuldenzyklen. Dieser Schritt könnte die Entwicklung städtischer Schienenverkehrssysteme in Europa vorantreiben und nachhaltige Verkehrsinvestitionen unterstützen.









