de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich unterzeichneten Japan und Frankreich während des Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Japan einen Fahrplan für die Zusammenarbeit in der Lieferkette kritischer Mineralien, mit dem Schwerpunkt auf der Stärkung der Zusammenarbeit bei der Versorgung mit Seltenen Erden und anderen strategischen Mineralien. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, globale Lieferkettenrisiken anzugehen und die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern, und deckt die Bereiche Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und fortschrittliche Technologien ab.
Gemäß der Vereinbarung werden beide Länder die Rohstoffversorgung für das „Caremag-Seltene-Erden-Raffinerieprojekt“ im Süden Frankreichs priorisiert sicherstellen. Das Projekt wird von der französischen Regierung geleitet, mit Beteiligung der japanischen Organisation für nationale Metall- und Energiesicherheit sowie der Iwatani Corporation. Es soll Ende 2026 in Betrieb gehen und eine jährliche Kapazität haben, die 20 % des künftigen japanischen Bedarfs an Dysprosium und Terbium deckt. Diese beiden Elemente sind Kernmaterialien für die Herstellung von Hochleistungsmagneten und werden umfassend in Elektromotoren für Elektrofahrzeuge, Offshore-Windkraftanlagen und elektronischen Komponenten eingesetzt.
Laut Daten der Branchenforschungsagentur Adamas Intelligence hat China derzeit einen Anteil von etwa 85 % an der globalen Verarbeitungskapazität für Seltene Erden, und seine politischen Anpassungen haben erhebliche Auswirkungen auf das internationale Marktangebot. In den letzten Jahren haben Schwankungen in der globalen Lieferkette für Seltene Erden aufgrund geopolitischer und handelspolitischer Einflüsse zugenommen. Als Reaktion darauf hat Japan nach diplomatischen Spannungen im Jahr 2010 seine Importabhängigkeit von Seltenen Erden von 90 % auf 60 % reduziert (Quelle: Bericht des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie von 2023) und durch Investitionen in internationale Projekte, die Entwicklung von Recyclingtechnologien und die Erschließung neuer Minenquellen Diversifizierung erreicht. Beispielsweise hat die Mitsubishi Materials Corporation kürzlich Anteile am US-amerikanischen Recyclingunternehmen für Seltene Erden, ReElement Technologies, erworben und arbeitet mit den USA und Indien bei der Erkundung von Meeresboden- und Landvorkommen zusammen.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Japan und Frankreich einen gemeinsamen Überwachungsmechanismus einrichten, der vierteljährlich die Stabilität der Lieferkette bewertet und technische Standards sowie Umweltvorschriften teilt. Das französische Wirtschaftsministerium erklärte, dass das Caremag-Projekt nach seiner Inbetriebnahme zunächst 5 % des europäischen Bedarfs an Seltenen Erden decken wird, mit Plänen für eine spätere Ausweitung auf 10 % weltweit (Quelle: Mitteilung des französischen Wirtschaftsministeriums von 2024). Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie betonte, dass durch öffentlich-private Partnerschaften beide Länder das Risiko einseitiger Lieferunterbrechungen verringern könnten, wobei erwartet wird, dass die Lagerdauer kritischer Mineralien bis 2030 auf 180 Tage verlängert wird (Quelle: Strategiedokument des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie zur Ressourcensicherheit von 2024).
Öffentlich zugänglichen Daten zufolge prognostiziert die globale Marktforschungsagentur Frost & Sullivan, dass die weltweite Nachfrage nach Seltenen Erden bis 2030 um 300 % steigen wird, wobei der Bereich der grünen Energie mehr als 60 % ausmachen wird. Die japanisch-französische Zusammenarbeit stärkt nicht nur die technologische Basis für die Energiewende beider Seiten, sondern bietet auch ein praktisches Beispiel für die EU-„Verordnung über kritische Rohstoffe“ und die japanische „Strategie zur Ressourcensicherheit“. Analysten gehen davon aus, dass diese Zusammenarbeit mehr Länder dazu bewegen könnte, sich einem nicht von einem einzigen Markt dominierten Lieferkettennetz für Seltene Erden anzuschließen und so die globale Industrielandschaft neu zu gestalten.
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