Frankreich: Stadtteil Les Combes in Antibes treibt grünes Stadterneuerungsprojekt voran – Erste umweltfreundliche Einrichtung offiziell übergeben
2026-04-07 09:18
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de.wedoany.com-Bericht: Anfang dieses Jahres wurde eine Kindertagesstätte mit 60 Betten im Stadtteil Les Combes im Nordwesten von Antibes offiziell in Betrieb genommen. Als erste fertiggestellte Komponente der 3,4 Hektar umfassenden Stadterneuerungsmaßnahme, die von der Stadtentwicklungsgesellschaft Eiffage Aménagement durchgeführt wird, markiert die Inbetriebnahme dieser Einrichtung einen wichtigen Schritt der Region hin zu einem kohlenstoffarmen Stadtviertel. Das Projekt folgt der Initiative für nachhaltige mediterrane Gemeinden und nutzt einen bioklimatischen Ansatz, um ein integriertes Gebiet mit 140 Wohneinheiten und öffentlichen Räumen zu schaffen.

Die Baukosten für diese 925 Quadratmeter große Einrichtung beliefen sich auf etwa 3 Millionen Euro (ohne Steuern). Das Designkonzept kombiniert kohlenstoffarmen Beton, Holz und massive Steinblöcke und nutzt ein natürliches Belüftungssystem zur Regulierung des Innenraumklimas. Der Projektentwickler hat mit der Stadt Antibes und der städtischen Gemeinschaft Sophia Antipolis (Casa) einen Konzessionsvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2028 unterzeichnet. Um eine autarke Energieerzeugung zu erreichen, wurden auf allen Gebäudedächern Photovoltaikpaneele installiert.

Im Gesamtplan für das Gebiet liegt der Kern der Stadterneuerung in der Schaffung eines 1,5 Hektar großen urbanen Waldes mit etwa 400 Bäumen. Dieser in Ost-West-Richtung verlaufende grüne Korridor bietet den Bewohnern nicht nur einen schattigen Bereich für langsame Fortbewegung, sondern stellt auch den ökologischen Wert des Laval-Tals durch naturbasierte Lösungen wie Landschaftssenken und Infiltrationsbohrungen wieder her. Angesichts des potenziellen Hochwasserrisikos in der Region haben die Planer ein System zur Regulierung des Regenwasserkreislaufs entworfen, das durch lokale topografische Vertiefungen die Fließgeschwindigkeit des Wassers verlangsamt und in der Lage ist, ein hundertjährliches Hochwasser effektiv zu bewältigen.

Laut Angaben des ausführenden Ingenieurbüros werden die Landschaftsbauarbeiten mit Gesamtkosten von 2,5 Millionen Euro (ohne Steuern) im Herbst nächsten Jahres abgeschlossen sein. Zu diesem Zeitpunkt werden etwa 80 % der Bodenflächen entsiegelt sein, sodass Regenwasser direkt in den Boden eindringen kann, anstatt in traditionelle Kanäle abzuleiten, was das Abflussrisiko flussabwärts erheblich verringert. Diese Landformungsmaßnahme reduzierte auch die Menge des abzutransportierenden Aushubs und halbierte die ursprünglich geschätzte Menge von 4000 Kubikmetern.

Durch diese systematische ökologische Sanierung verbessert die Stadterneuerung in Les Combes nicht nur den hydrologischen Kreislauf der Region, sondern liefert auch ein Referenzbeispiel für die tiefe Integration zukünftiger öffentlicher Einrichtungen in die natürliche Umwelt. Durch kooperative Zusammenarbeit haben alle Projektbeteiligten eine ausgewogene Entwicklung zwischen der Aufwertung der städtischen Funktionen und dem Schutz von Lebensräumen sichergestellt.

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