Forschungszentrum Jülich erkundet Technologie für Wasserstoffträger aus Biomasseabfällen
2026-04-20 09:18
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de.wedoany.com-Bericht: Das Institut für nachhaltige Wasserstoffwirtschaft (IHE) des Forschungszentrums Jülich in Deutschland treibt ein Forschungsprojekt namens „Sweet-LOHC“ voran. Dieses konzentriert sich auf die Entwicklung flüssiger organischer Wasserstoffträger (LOHCs), die aus Biomasseabfällen hergestellt werden. Diese Träger können Wasserstoff effizient speichern und transportieren und werden als nächste Generation der chemischen Wasserstoffspeichertechnologie angesehen, die die Nachhaltigkeit der Wasserstoffwirtschaft verbessern könnte.

Flüssige organische Wasserstoffträger (LOHCs) sind eine chemische Methode zur Wasserstoffspeicherung, die eine einfache Lagerung und einen Transport wie bei flüssigen Brennstoffen ermöglicht und gleichzeitig große Mengen an Wasserstoff aufnehmen und abgeben kann. Der Träger selbst ist wiederverwendbar und kann nach der Abgabe des Wasserstoffs neu beladen werden. Die Forscher des IHE nutzen Biomasseabfälle wie Pflanzenreste, um neue Wasserstoffträger zu produzieren und so die Umweltauswirkungen zu verringern.

Professor Peter Wasserscheid weist darauf hin: „Träger auf Basis nachwachsender Rohstoffe machen die chemische Wasserstoffspeicherung attraktiver und nachhaltiger.“ Als Pionier der LOHC-Technologie betont er, dass Biomasse-Träger die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern können. Im Sommer 2025 zeigte eine in der Fachzeitschrift ‚Nature Energy‘ veröffentlichte chinesische Studie, dass diese Träger Wasserstoff nur mit einem Kupferkatalysator freisetzen können, was im Vergleich zu herkömmlichen Edelmetallen wie Platin kostengünstiger ist und bei niedrigeren Betriebstemperaturen erfolgt.

Professorin Regina Palkovits erklärt: „Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der katalytischen Wege zur Herstellung der Trägermoleküle aus Biomasseabfällen und der Entwicklung effizienter Kupferkatalysatoren.“ Sie ist für die Katalysatorinnovation im Projekt verantwortlich und zielt darauf ab, die Effizienz der Lade- und Entladevorgänge zu steigern.

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