de.wedoany.com-Bericht: Taliban-Beamte in Afghanistan hielten eine Einweihungszeremonie für ein Zementwerk im Distrikt Yatimtaq in der nördlichen Provinz Juzjan ab, das rund 160 Millionen US-Dollar kostet. Das Projekt wurde von einer türkischen Firma namens „77“ errichtet; der Vertrag wurde im Oktober 2024 unterzeichnet. Das Werk soll voraussichtlich täglich 3.000 Tonnen Zement produzieren. Die Taliban machten keine Angaben dazu, wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden.

Gemäß dem zwischen beiden Seiten unterzeichneten Abkommen erhält die türkische Firma 30 Jahre lang die Betriebs- und Eigentumsrechte an dem Projekt. Bei der Einweihungszeremonie rief der stellvertretende Taliban-Chefminister Abdul Ghani Baradar die internationale Gemeinschaft zu einer vertieften Zusammenarbeit mit den Taliban im Rahmen einer „formellen Wirtschaftsordnung“ auf. Baradar erklärte, Afghanistan genieße derzeit eine „beispiellose Sicherheit und politische Stabilität“ und drängte die internationale Gemeinschaft, ihre Sanktionen und politischen Isolationsmaßnahmen zu überdenken.
Baradar fügte hinzu: „Die Verkleinerung des politischen und wirtschaftlichen Raums sowie die Verlängerung von Sanktionen lösen keine globalen politischen oder wirtschaftlichen Herausforderungen, sondern schaffen Bedrohungen und schwächen die Rolle der regionalen und internationalen Zusammenarbeit.“
Dieses Zementwerk ist eines der größten jüngsten Industrieinvestitionsprojekte in Nordafghanistan. Es ist in einer Region angesiedelt, die vermutlich über reichhaltige Rohstoffvorkommen für die Zementproduktion verfügt. Der jährliche Zementbedarf Afghanistans wird auf sechs bis sieben Millionen Tonnen geschätzt, hauptsächlich getrieben durch Bau-, Wiederaufbau- und Infrastrukturprojekte. Die inländische Zementproduktion wird derzeit lediglich auf eine bis zwei Millionen Tonnen geschätzt; die Hauptfabriken in Gori, Jabal Saraj und Herat leiden unter veralteten Anlagen, Stromknappheit und begrenzten Investitionen und können daher nicht mit voller Kapazität arbeiten. Afghanistan ist zu 70 bis 80 Prozent auf Zementimporte angewiesen, hauptsächlich aus Iran, Pakistan und zentralasiatischen Ländern.
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