Lufthansa will sich an TAP Air Portugal beteiligen und um den südamerikanischen Luftverkehrsmarkt kämpfen
2026-05-13 13:43
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de.wedoany.com-Bericht: Die deutsche Lufthansa bereitet ein konkretes Angebot vor, um sich an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP Air Portugal zu beteiligen. Über das Drehkreuz Lissabon könnte die Lufthansa auf den Südamerika-Routen zu Air France-KLM und der International Airlines Group (IAG) aufschließen. Die deutsche Bundesregierung unterstützt diesen Plan. Lufthansa und Air France-KLM konkurrieren um TAP Air Portugal, die IAG beteiligt sich nicht an der aktuellen Privatisierung.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr betonte letzte Woche das „anhaltende Interesse" an TAP Air Portugal und erklärte, der südamerikanische Markt werde immer wichtiger, und mit der Erholung der Fluggesellschaften in der Golfregion werde der Wettbewerb für die Lufthansa auf den Strecken nach Südostasien schwieriger. Er sagte: „Der südamerikanische Markt entwickelt sich hervorragend." Spohr gab zudem bekannt, dass die Lufthansa derzeit den kleinsten Marktanteil der drei großen europäischen Gruppen auf den Südamerika-Routen habe, durch TAP Air Portugal aber genauso stark werden könne wie die anderen Gruppen.

Portugal plant, die 2020 wieder verstaatlichte TAP Air Portugal teilweise zu privatisieren: 44,9 Prozent der Anteile sollen an einen strategischen Investor aus der Luftfahrtbranche verkauft werden, 5 Prozent an die Mitarbeiter von TAP. Der Staat behält vorerst 50,1 Prozent der Anteile. Analysten schätzen den Wert der in dieser Ausschreibung angebotenen Anteile auf bis zu 700 Millionen Euro. TAP Air Portugal gehört wie Lufthansa der Star Alliance an. Spohr hatte zuvor erklärt, Lissabon könne sich innerhalb des Lufthansa-Konzerns zu einem vor allem auf Südamerika ausgerichteten atlantischen Drehkreuz entwickeln. Ziel der Übernahme sei es, „die globale Anbindung Portugals zu stärken, die portugiesische Identität von TAP zu bewahren und das Wachstum der Fluggesellschaft nachhaltig zu sichern".

Sowohl die Lufthansa als auch Air France-KLM haben bei der portugiesischen Regierung unverbindliche Angebote für eine Beteiligung eingereicht. Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert kündigte diese Woche in Frankfurt an, ein rechtlich bindendes Angebot vorlegen zu wollen, und sagte, der Iran-Krieg beeinträchtige das Geschäft nicht, da „Krisen nicht ewig andauern". Eine Entscheidung in dem Verfahren könnte in der zweiten Jahreshälfte fallen.

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