Italienisches Eni erwägt Verkauf von Anteilen an schwimmenden Flüssigerdgasanlagen, um mindestens 10 Milliarden Euro einzusammeln
2026-05-13 13:48
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de.wedoany.com-Bericht: Der italienische Energiekonzern Eni hat Morgan Stanley beauftragt, eine mögliche Transaktion im Zusammenhang mit schwimmenden Flüssigerdgasanlagen zu sondieren, die Eni mindestens 10 Milliarden Euro einbringen könnte. Wie Reuters am Dienstag berichtete, wurden die Infrastrukturriesen Apollo, KKR und Stonepeak bereits in ersten Gesprächen kontaktiert. Die erwogene Struktur würde es externen Investoren ermöglichen, Kapital in ein Vehikel einzubringen, das an die operativen Cashflows der schwimmenden Eni-Flüssigerdgasanlagen gekoppelt ist.

Der globale Markt für Flüssigerdgas steht weiterhin unter dem Druck von Störungen in der Straße von Hormus, und Europa und Asien konkurrieren zunehmend um die Ladungen. Schwimmende Flüssigerdgasanlagen werden attraktiver, da sie Offshore-Gas schneller zu Geld machen können als große landgestützte Terminals und weniger geopolitischen Engpässen unterliegen. Unter den großen europäischen Energieunternehmen verfügt Eni über ein vergleichsweise ausgereiftes Portfolio an schwimmenden Flüssigerdgasanlagen, betreibt derzeit Anlagen vor Mosambik und dem Kongo und plant in den kommenden Jahren zusätzliche Einsätze in Mosambik und Argentinien.

Schwimmendes Flüssigerdgas wird zunehmend eher als Energie-Cashflow nach dem Mautstraßenmodell betrachtet denn als vorgelagerte Infrastruktur – Anlagen mit langer Lebensdauer, vertraglich gesicherten Einnahmen und Zugang zum globalen Gasmarkt ohne direktes Rohstoffpreisrisiko. Für Eni fügt sich diese Strategie auch in ein breiteres Muster ein: Große europäische Energieunternehmen müssen Wachstumsprojekte und Ausgaben für die Energiewende finanzieren und gleichzeitig die Dividenden für die Aktionäre aufrechterhalten. Erst letzte Woche genehmigten die Eni-Aktionäre ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 4 Milliarden Euro bei fortlaufender Dividendenzahlung.

Der Verkauf von Anteilen an infrastrukturbezogenen Vermögenswerten ist zu einem Weg geworden, Kapital freizusetzen, ohne das Basisgeschäft zu schmälern. Investoren suchen nach LNG-Engagements außerhalb des Persischen Golfs, und solange der Nahe Osten instabil bleibt – und die Straße von Hormus nur einen Raketenangriff von der nächsten Schifffahrtspanik entfernt ist – erscheinen afrikanische Gasprojekte politisch weniger riskant. Gegenwärtig ist die Flexibilität von Flüssigerdgas zu einem Premium-Geschäft geworden.

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