Intel führt lokale + Cloud-„Hybrid-Lösung“ ein, die angeblich bis zu 70 % der Cloud-Token einsparen kann
2026-05-25 16:49
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de.wedoany.com-Bericht: Für Unternehmen und Technikbegeisterte, die befürchten, dass KI-Agenten zu viele Token/Geld „verbrennen“, bietet der CPU-Vorzeigewert Intel einen Lösungsansatz.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung stellte Intel vor, dass das interne KI-Superbuild-Team eine hybride Agentenlösung namens SuperClaw entwickelt hat – sie nutzt lokale Chips für Aufgaben mit hoher Frequenz und solche, die sensible Dokumente betreffen, und behält gleichzeitig die Möglichkeit, Cloud-Modelle für fortgeschrittenes Reasoning und externe Datenabfragen einzubinden.

Intel erläutert anhand eines Beispiels, dass SuperClaw nach Erhalt einer Aufgabenanweisung zunächst unterscheidet, ob die vom Nutzer übermittelte Aufgabe von einem lokalen „kleinen“ Modell erledigt werden kann. Gleichzeitig führt SuperClaw, bevor eine Aufgabe an ein großes Cloud-Modell übermittelt wird, ein datenschutzsensibles Routing und eine Datenminimierung durch.

Durch dieses Vorgehen könne in unternehmensorientierten KI-Workflows eine Token-Einsparung von bis zu 70 Prozent erzielt werden, so die Mitteilung.

Intel gab zudem an, dass diese Art der effektiven Nutzung lokaler Rechenleistung Ergebnisse liefern könne, die denen bei alleiniger Nutzung modernster großer Cloud-Modelle nahekommen und in manchen Fällen sogar überlegen seien.

Das Unternehmen plant außerdem, in zukünftigen Versionen die Unterstützung benutzerdefinierter Datenschutzrichtlinien hinzuzufügen, sodass Unternehmen individuell festlegen können, „welche Daten nicht in die Cloud hochgeladen werden dürfen“. Diese Funktion ist für Branchen wie Behörden, das Gesundheitswesen und juristische Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung.

Die Technologie hat auch gewisse Einschränkungen: Intel gibt an, dass der Agent auf die neueste Generation der Core Ultra 3-Prozessoren mit 18A-Technologie sowie auf Arc Pro-Grafikkarten der B-Serie ausgerichtet ist, und dass „je leistungsfähiger die Plattform“, desto besser das Gesamterlebnis (einschließlich Geschwindigkeit, Rechenkosten und Genauigkeit) ausfalle.

Intel teilt mit, dass SuperClaw bereits die Aufmerksamkeit von OEM-Herstellern wie ASUS, Acer, MSI, Lenovo und MSI geweckt habe und die Beta-Version der Software Ende Juni zum Download verfügbar sein werde.

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von KI-Tools wie Claude Code am modernen Arbeitsplatz haben einige große Unternehmen bereits den „brenzligen Geruch der KI-Geldverbrennung“ wahrgenommen.

Letzte Woche wurde bekannt, dass der Technologieriese Microsoft sein Experience & Devices-Team (zu dem Ingenieure für Windows, Microsoft 365, Outlook, Teams und Surface gehören) angewiesen hat, die Nutzung von Claude Code bis Ende Juni schrittweise einzustellen und stattdessen auf das selbst entwickelte Copilot CLI umzusteigen. Aus informierten Kreisen verlautete, dass dies neben der Lenkung der Mitarbeiter hin zu eigenen Produkten auch eine „finanzielle Entscheidung“ sei.

Der 30. Juni ist der letzte Tag des Microsoft-Geschäftsjahres, und die Kündigung der Claude-Code-Abonnements ab Juli ist auch eine Möglichkeit, die Betriebsausgaben für das neue Geschäftsjahr zu kontrollieren.

Noch deutlicher wurde Praveen Neppalli Naga, Chief Technology Officer des Mobilitätsriesen Uber.

Er sagte Mitte April gegenüber Medien, dass das KI-Budget des Unternehmens bereits wenige Monate nach Jahresbeginn aufgebraucht sei.

Uber gehört zu den Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ermutigen, KI so oft wie möglich zu nutzen, und intern sogar eine „Bestenliste“ führt, die die Softwareentwickler nach ihrer KI-Nutzung rankt. Neppalli Naga verriet damals auch, dass etwa 11 % der Code-Updates in den Backend-Systemen von KI-Agenten geschrieben würden, während dieser Anteil drei Monate zuvor noch bei weniger als 0,1 % gelegen habe.

Bryan Catanzaro, Vice President of Applied Deep Learning bei Nvidia, enthüllte Ende April ebenfalls: „In meinem Team übersteigen die Ausgaben für Rechenleistung bereits bei Weitem die Gehälter, die das Unternehmen an die Ingenieure zahlt.“

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