Deutsches Unternehmen Kronos Mechatronics gewinnt LOPEC 2026 Startup Award – In-Mold-Elektronik-Technologie für den automobilen Leichtbau
2026-05-23 17:47
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de.wedoany.com-Bericht: Kürzlich hat die deutsche Kronos Mechatronics GmbH auf der LOPEC 2026 in München den Startup Award in der Kategorie „Bestes Geschäftspotenzial" gewonnen. Das prämierte Projekt des Unternehmens stand unter dem Motto „Printing the Future in Every Dimension" und drehte sich um ein modulares Fünf-Achs-Additivfertigungssystem, die Software Aion-5X und die Fähigkeit zur dreidimensionalen Elektronikfertigung auf Freiformflächen. Dies zeigt, dass sich der kommerzielle Spielraum für gedruckte Elektronik und In-Mold-Elektronik (IME) in Bereichen wie Automobilbau, fortschrittlicher Elektronik und mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) erweitert.

Die LOPEC ist eine bedeutende Messe- und Konferenzplattform für großflächige, organische und gedruckte Elektronik. Die Verleihung des Startup Awards 2026 fand am 25. Februar im LOPEC Forum statt, wobei die Preise in Kategorien wie „Bestes Geschäftspotenzial" und „Einflussreichste Technologie/Produkt" vergeben wurden. Dass Kronos Mechatronics den Preis für das Geschäftspotenzial erhielt, zeigt, dass die Jury nicht nur auf die Neuartigkeit einzelner Technologien achtet, sondern auch Skalierbarkeit, Marktanpassungsfähigkeit, Geschäftsmodell und Schnittstellen zum Industrieökosystem bewertet. Öffentlichen Informationen zufolge erhält das ausgezeichnete Unternehmen Unterstützung für einen Startup-Messestand auf der LOPEC 2027, was ihm helfen dürfte, weiterhin mit Kunden aus der Wertschöpfungskette der gedruckten Elektronik, Investoren und potenziellen Partnern in Kontakt zu treten.

Die technologische Ausrichtung von Kronos Mechatronics ist eng mit der In-Mold-Elektronik verbunden. Bei der IME werden in der Regel Funktionen wie Leiterbahnen, Sensorik, Beleuchtung, Heizung oder Touch-Bedienung in die Oberfläche oder das Innere dreidimensionaler Kunststoffteile integriert, sodass Sicht-, Struktur- und Elektronikfunktionsteile in einem einzigen Fertigungsprozess kombiniert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Kabelbäumen und separaten Elektronikmodulen ermöglichen IME-Lösungen die Verlegung von Leiterbahnen in gekrümmten Strukturen und reduzieren so das Kabelnetz hinter den Bauteilen, den benötigten Bauraum und die Montageschritte. Für die Automobilindustrie sind Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Türverkleidungen, Sitzbedienbereiche, Ambientebeleuchtung, Heizelemente und Touch-Oberflächen hochwertige Anwendungsszenarien, in die diese Technologie potenziell Einzug halten kann.

Der Automobilbau bietet der gedruckten Elektronik zunehmend klarere Einstiegsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach Sensorik-, Beleuchtungs-, Heiz- und Interaktionsfunktionen im Fahrzeuginnenraum steigt kontinuierlich. Herkömmliche Ansätze erfordern oft mehr Kabelbäume, Steckverbinder, Halterungen und Montageschritte, was sowohl das Gewicht erhöht als auch den Druck auf den Designraum verstärkt. IME kann elektronische Funktionen in Dekor- und Strukturoberflächen einbetten, wodurch Innenraumkomponenten dünner und leichter werden und Raum hinter dem Armaturenbrett und den Interieurteilen freigegeben wird. In Beobachtungen von IDTechEx auf der LOPEC 2026 wurde erwähnt, dass Unternehmen wie Kronos Mechatronics, MackSmaTec, Tactotek und KAIXIN AC IME-Lösungen für Automobilanwendungen präsentierten, darunter Interieur-Upgrades, die Integration von Heizelementen und die Integration farbiger Beleuchtung.

Kronos Mechatronics beschreibt seine Plattform öffentlich als softwaredefinierte Fertigung, deren Kern die Software Aion-5X, ein modularer Multimaterial-Werkzeugsatz und die Fähigkeit zur funktionalen 3D-Elektronikfertigung auf Freiformflächen mittels Fünf-Achs-Technik umfasst. Dieser Ansatz unterscheidet sich von herkömmlichen zweidimensionalen Leiterplatten und zielt darauf ab, elektronische Funktionen in dreidimensionale Strukturbauteile zu integrieren und durch Hardware, Upgrade-Module und Software eine „Land & Expand"-Expansionslogik zu bilden. Sollte diese Technologie in die automobile Lieferkette gelangen, müsste anschließend nicht nur die Funktion von Mustern nachgewiesen werden, sondern auch Materialbeständigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit, Vibrationsfestigkeit, Langzeitzuverlässigkeit, Chargenkonsistenz, Automobilqualifikation und Kostenkalkulation durchlaufen werden.

Die Industrialisierung der In-Mold-Elektronik befindet sich noch in der entscheidenden Phase des Übergangs von Demonstrationsmustern zur Serienvalidierung. Die Einführung neuartiger elektronischer Strukturbauteile bei Automobilherstellern dauert in der Regel lange, da die Fahrzeugplattform Anforderungen an Sicherheit, Witterungsbeständigkeit, Wartung, Lieferkette und Qualitätssysteme erfüllen muss. Soll IME herkömmliche Kabelbäume oder Elektronikmodule teilweise ersetzen, müssen stabile Lösungen in den Bereichen Materialsystem, Umformprozess, leitfähige Tinten, Verbindungszuverlässigkeit, Prüfmethoden und Anpassung an automatisierte Produktionslinien geschaffen werden. Dass Kronos Mechatronics auf der LOPEC den Preis für das Geschäftspotenzial erhalten hat, spiegelt die Anerkennung seines technologischen Ansatzes und Geschäftsmodells durch die Branchenplattform wider, ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass die entsprechenden Produkte bereits in die Serienbelieferung von Fahrzeugen eingetreten sind.

Zu den nächsten Projektschritten gehören die Validierung von Mustern der Kronos Mechatronics-Plattform in Szenarien wie Automobilinterieur, fortschrittlicher Elektronik, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und MEMS, die Kundeneinführung der Aion-5X-Software und der Fünf-Achs-Fertigungsanlagen, die Serienvalidierung des IME-Prozesses hinsichtlich Material, Zuverlässigkeit und Kosten sowie weitere Präsentationen von Industriekooperationen während der LOPEC 2027. Die derzeit öffentlich zugänglichen Informationen nennen keine Automobilkunden, Auftragsvolumina, Serienzeitpläne oder konkrete Fahrzeugmodellanwendungen. Daher sollte diese Auszeichnung nicht dahingehend ausgeweitet werden, dass bereits Serienaufträge von Automobilherstellern (OEMs) gewonnen wurden.

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