Kasachstan und Frankreich vereinbaren Zusammenarbeit bei Kernenergie-Forschungsprojekten und sammeln Schlüsseltechnologien für den Bau von Kernkraftwerken
2026-05-26 14:11
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de.wedoany.com-Bericht: Kasachstan und Frankreich haben kürzlich offiziell eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der Nuklearwissenschaft und -technologie aufgenommen. Das kasachische Institut für Kernphysik wird gemeinsam mit dem weltweit führenden Zentrum für Neutronenforschung, dem französischen Institut Laue-Langevin (ILL), eine gemeinsame Forschungsplattform aufbauen. Die französische Seite wird der kasachischen Seite fortschrittliche experimentelle Einrichtungen und wissenschaftliche Instrumente zur Verfügung stellen. Ziel ist es, Schlüsseltechnologien-Erfahrungen und Personalreserven für den Bau des ersten Kernkraftwerks und nachfolgende Kernenergieprojekte in Kasachstan zu sammeln.Bild zur Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Frankreich im Bereich Kernenergie

Gemäß der Kooperationsvereinbarung werden beide Seiten einen gemeinsamen Forschungsmechanismus auf der Grundlage der weltweit führenden Neutronenquellenanlage des französischen Instituts Laue-Langevin einrichten. Die französische Seite wird den kasachischen Wissenschaftlern einen modernen Komplex wissenschaftlicher Instrumente und experimenteller Einrichtungen zur Verfügung stellen und wichtige Ressourcen wie ihre Neutronenstrahllinien teilen. Das Institut Laue-Langevin ist ein bedeutendes Zentrum der globalen Neutronenstreuungsforschung. Diese Zusammenarbeit wird die Forschungskapazitäten Kasachstans in Spitzenbereichen wie Kernmaterialien und Reaktorphysik erheblich verbessern.

Timur Schantikin, stellvertretender Vorsitzender der kasachischen Atomenergiebehörde, betonte, dass die Zusammenarbeit mit einer international renommierten Einrichtung wie dem ILL in der entscheidenden Phase, in der Kasachstan den Bau seines ersten Kernkraftwerks vorantreibt und ein zweites plant, von größter Bedeutung sei. Er erklärte, dass es bei der Zusammenarbeit nicht nur um die Beschaffung von Ausrüstung gehe, sondern vielmehr darum, „Erfahrungen zu sammeln, Wissen zu teilen und unsere Fachkompetenz im Bereich der Atomwissenschaft zu stärken". Durch die Teilnahme an internationaler Spitzenforschung will Kasachstan einheimische Kernenergieexperten ausbilden und die Grundlage für die eigenständige Beherrschung der Technologien für Bau und Betrieb von Kernkraftwerken schaffen.

Diese Forschungskooperation ist eine Erweiterung der strategischen Partnerschaft zwischen Kasachstan und Frankreich im Bereich der Kernenergie. Zuvor hatten beide Länder bereits mehrere Abkommen über die Erschließung von Uranressourcen, Machbarkeitsstudien für den Bau von Kernkraftwerken und die Personalausbildung unterzeichnet. Mit der Umsetzung der kasachischen „Strategie zur Entwicklung des Atomenergiesektors" erhöht die kasachische Seite systematisch die technologische Autonomie ihrer Kernenergie-Industriekette durch vielfältige internationale Kooperationen.

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