International Copper Association: Bis 2040 muss die globale Kupfernachfrage jährlich um die Produktion von zwei peruanischen Antamina-Kupferminen steigen
2026-06-01 16:33
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de.wedoany.com-Bericht: Juan Ignacio Díaz, Vorsitzender und CEO der International Copper Association (ICA), warnte kürzlich, dass die weltweite Kupfernachfrage aufgrund der Energiewende und der Elektrifizierungswelle rasant steige und die Kupfermine-Angebotsseite beschleunigt ausgebaut werden müsse, um dieses Wachstum zu decken. Laut Díaz‘ Prognose wird der weltweite Kupferverbrauch bis 2040 von derzeit rund 26 bis 28 Millionen Tonnen pro Jahr auf etwa 42 Millionen Tonnen stark ansteigen. Dies bedeute, dass der globale Bergbau jährlich eine Kupferproduktion in Höhe von zwei peruanischen Antamina-Kupferminen neu hinzufügen müsse, um die Nachfragelücke zu schließen.

Díaz erklärte in einem Interview mit dem Bergbau-Nachrichtenportal Rumbo Minero Television, dass eine große Herausforderung des aktuellen globalen Kupfernachfragewachstums darin bestehe, dass die Entwicklung der Nachfrageseite die Reaktionsfähigkeit der Angebotsseite bei weitem übertreffe. Er veranschaulichte diesen Widerspruch am Beispiel von Rechenzentren: Ein Rechenzentrum könne in etwa drei Jahren gebaut werden und verbrauche nach der Fertigstellung jährlich rund 30.000 Tonnen Kupfer, während die Erschließung einer neuen Kupfermine in der Regel 17 bis 20 Jahre dauere. Díaz betonte, dass die zentrale Herausforderung nicht der Mangel an unterirdischen Kupfererzreserven an sich sei – Peru und Chile konzentrieren einen erheblichen Anteil der weltweiten Kupferreserven –, sondern vielmehr, wie Investitionen und Projektumsetzungen beschleunigt werden könnten, ohne die Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards zu opfern. Laut Prognosen der ING Group könnte sich die globale Lücke bei raffiniertem Kupfer bis 2026 auf 600.000 Tonnen ausweiten.

Als weltweit maßgebliche internationale Organisation der Kupferindustrie wurde die International Copper Association 1989 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Washington, D.C., USA, ist in über 60 Ländern tätig, hat 34 Mitgliedsunternehmen und repräsentiert etwa 50 % der globalen Kupferproduktion. Der Verbandsvorsitzende Díaz, der diese Aussagen tätigte, trat sein Amt 2024 an und verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung in der Führung großer Unternehmen mit Fokus auf nachhaltige Entwicklung.

Die Kupfermine Antamina liegt in der hochgelegenen Andenregion der Region Ancash in Peru. Sie ist einer der größten Produzenten von Kupfer- und Zinkkonzentraten in Peru und gehört zu den zehn größten Minen der Welt. Die Mine wird von der Compañía Minera Antamina S.A. betrieben, deren Anteilseignerstruktur wie folgt ist: BHP Group Limited und Glencore plc halten jeweils 33,75 %, Teck Resources Ltd. aus Kanada hält 22,5 % und die japanische Mitsubishi Corporation hält 10 %. Die Mine wurde 1996 gegründet, der Bau begann 1999, und die erste Produktion wurde im Juni 2001 aufgenommen. Öffentlichen Informationen zufolge betrug die Kupferproduktion von Antamina im Jahr 2025 etwa 380.000 Tonnen, und für 2026 wird ein Anstieg auf 450.000 Tonnen erwartet.

Díaz wies darauf hin, dass Peru und Chile aufgrund ihres enormen geologischen Potenzials eine entscheidende strategische Rolle im globalen Kupferversorgungssystem spielen. Er warnte jedoch gleichzeitig, dass eine unzureichende Lösung des Kupferangebotsproblems nicht nur die Entwicklung von Schlüsseltechnologien der Energiewende wie erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge und Digitalisierung behindern, sondern auch Marktchancen für alternative Materialien wie Aluminium eröffnen könnte.

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