de.wedoany.com-Bericht: Das Unternehmen WATR hat in Zusammenarbeit mit der University of the West of England (UWE Bristol) das Projekt MaD-OPS (Monitoring and Detection of Organic Pollution in Sewage) gestartet, das durch den Einsatz neuartiger fluoreszenzoptischer Sensoren die Art und Weise der Echtzeit-Überwachung der Gesundheit britischer Flüsse verändern soll. Das Projekt wird von UK Research and Innovation (UKRI) und dem Natural Environment Research Council (NERC) finanziert und zielt darauf ab, die schwerwiegenden ökologischen Herausforderungen durch Umweltbelastungen, Übererschließung und Urbanisierung zu bewältigen. Jüngste regulatorische Änderungen, darunter Paragraph 82 des britischen kontinuierlichen Wasserqualitätsüberwachungsprogramms, haben umfassendere Überwachungen ober- und unterhalb von Einleitungsstellen für Mischwasserüberläufe (CSO) vorgeschrieben.

Aktuelle Überwachungsmethoden konzentrieren sich nur auf begrenzte Parameter wie gelösten Sauerstoff, Trübung, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit und Ammoniakstickstoff. Traditionelle biologische Bewertungen stützen sich auf seltene Punktprobenahmen, die leicht kritische Verschmutzungsereignisse übersehen. Das MaD-OPS-Projekt verwendet von Chelsea Technologies entwickelte fluoreszenzoptische Sensoren zur kontinuierlichen Überwachung biologischer Indikatoren wie Tryptophan-ähnliche Fluoreszenz (TLF), fluoreszierendes gelöstes organisches Material (FDOM) sowie Algenpigmente (einschließlich Phycocyanin und Chlorophyll a). Hochauflösende Daten in Kombination mit Punktprobenahmen und physikalisch-chemischen Messungen liefern Echtzeitinformationen über das Flussökosystem. Die WATR-Plattform ermöglicht über ein Cloud-basiertes Dashboard die Erfassung hochfrequenter Daten und den Fernzugriff und unterstützt die Integration von Drittanbieter-Sensoren.
Das Projekt vereint Institutionen wie die University of the West of England (UWE Bristol), Chelsea Technologies und The Rivers Trust mit dem Ziel, an sieben Standorten kontinuierliche Überwachungen durchzuführen, die Genauigkeit der Sensordaten zu validieren, Merkmale von Abwasser- und landwirtschaftlicher Verschmutzung zu identifizieren und einen dynamischen Wasserqualitätsindex (WQI) für die Echtzeit-Bewertung der Flussgesundheit zu entwickeln. Professor Darren Reynolds von der UWE Bristol erklärte, dass das Projekt die neueste Sensortechnologie in Kombination mit künstlicher Intelligenz entwickelt, um Echtzeit-Einblicke in die Flussgesundheit zu liefern. Glyn Cotton, CEO von WATR, wies darauf hin, dass das Projekt zeige, wie Technologie, Wissenschaft und gemeinsame Ziele drängende Umweltprobleme bewältigen könnten, und dass die Echtzeit-Bioüberwachung dazu beitragen werde, eine proaktive und präzise Zukunft der Wasserbewirtschaftung zu schaffen. Das zukünftige Erweiterungspotenzial des Projekts umfasst auch die Herstellung von Verbindungen zur von der EU finanzierten Initiative „Twin Waters“.
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