Laserbasiertes Verfahren der Heriot-Watt University ermöglicht submikrometeroptische Ausrichtung
2026-06-02 16:48
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de.wedoany.com-Bericht: Ein Forschungsteam der Heriot-Watt University hat ein laserbasiertes Verfahren entwickelt, mit dem optische Ausrichtungsstrukturen direkt in Glaskomponenten integriert werden können. Dadurch entfällt die manuelle Kalibrierung, die in der herkömmlichen Photonikfertigung mehr als die Hälfte der Kosten ausmacht, und eine Montagegenauigkeit im Submikrometerbereich wird erreicht.

Die Technologie wurde von Dr. Calum Ross von der School of Engineering and Physical Sciences der Universität geleitet und wird über das Ausgründungsunternehmen FreeForm Photonics kommerzialisiert. Die herkömmliche Montage photonischer Komponenten erfordert aufwändige manuelle Anpassungen oder teure aktive Ausrichtungssysteme, wobei jede Anpassung Zeit, Kosten und Fehlerrisiken erhöht. Das neue Verfahren integriert passive Ausrichtungsmerkmale direkt in die Glaskomponenten, sodass die Präzision bereits bei der Herstellung in die Bauteile eingebettet wird.

Die Technologie kann in Quantencomputersystemen, medizinischen Diagnosegeräten und der optischen Kommunikations-infrastruktur eingesetzt werden – Bereiche, die auf photonische Komponenten angewiesen sind, die derzeit größtenteils manuell montiert werden. Zu den potenziellen Anwendungen gehört auch die faseroptische Sensorik in extremen Industrieumgebungen.

FreeForm Photonics hat über das High-Growth Spin-out Programm von Scottish Enterprise Fördermittel erhalten, um ein skalierbares Unternehmen aufzubauen und eine Seed-Finanzierungsrunde vorzubereiten. Derek Shaw, Direktor für Unternehmertum und Investitionen bei Scottish Enterprise, erklärte, dass die Technologie das Potenzial habe, die Photonikfertigung zu verändern und Fortschritte in den Bereichen Quanten, Medizin und Kommunikation voranzutreiben.

Der globale Markt für photonische Komponenten wurde 2024 auf knapp 1 Milliarde US-Dollar geschätzt und wird voraussichtlich stark wachsen. Nach Angaben des Teams haben bereits über 100 Branchenführer und potenzielle Kunden die Technologie bewertet und ein starkes Interesse an der Einführung in mittleren Produktionsmengen bekundet. Musterprototypen wurden bereits an Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Telekommunikation und dem medizinischen Bereich geliefert.

Professor Gillian Murray, Vizepräsidentin für Unternehmen und Wirtschaft der Heriot-Watt University, betonte, dass die Universität durch Gründerprogramme und Unternehmensunterstützung dazu beitrage, Forschungsergebnisse aus dem Labor in global wettbewerbsfähige, wachstumsstarke Unternehmen zu überführen.

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